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Any-to-Any-Technik auf XML-Basis

J.D.Edwards-Middleware für C-Commerce

11.05.2001
MÜNCHEN (CW) - Der ERP-Spezialist J.D. Edwards will mit einer "Any-to-Any"-Technologie dem Collaborative Commerce Rechnung tragen. Dabei geht es um die Möglichkeit, schnell und einfach Verbindungen zwischen den heterogenen Systemen von Kunden, Zulieferern und Business-Partnern einzurichten.

"Unser Ziel ist es, ein Paket vorkonfigurierter B-to-B-Anwendungen für die unternehmensübergreifende Zusammenarbeit zu schaffen, mit dem multidirektionale Any-to-Any-Verbindungen flexibel hergestellt werden können", erklärt Ed McVaney, Gründer und CEO von J.D. Edwards. Basis dieses Collaborative-Commerce-Konzepts ist die ERP- und Advanced-Planning-Software "Oneworld Xe" des Herstellers mit ihren Integrationsfähigkeiten von "Extended Process Integration" (XPI). Während Oneworld an sich schon die Kommunikation via EDI und die Integration über COM/DCOM, Corba, Java und MQ Series erlaubt, erweitert die komponentenbasierte Message-Broker-Technik von XPI diese Fähigkeiten um den XML-basierten Datenaustausch zwischen den beteiligten Geschäftspartnern.

Dabei arbeitet die XPI-Architektur mit mehreren Elementen: Die bei den Beteiligten des Partnerkonstrukts vorhandenen Systeme wie Datenbanken und Applikationen werden als "Informationsressourcen" bezeichnet, deren Anbindung an XPI über "Adapter" erfolgt. Letztere bietet J.D. Edwards vorgefertigt für eine Reihe von Fremdsystemen an, darunter Ausführungen für die Datenbank-,3270-, Cics- und R/3-Kopplung. Ein eigenes Entwicklerkit erlaubt zudem die Erstellung von speziellen Adaptern. Die Kombination Ressource und Adapter stellt einen "Broker-Client" dar. Ebenfalls um Broker-Clients handelt es sich bei den "Agenten" als weiteres Element. Diese Softwarekomponenten enthalten Geschäftsregeln und stoßen bestimmte Typen von Events oder Transformationen an. Das zentrale Element bildet der "Broker", den sämtliche als Messages verpackten "Events", so zum Beispiel die Meldung "Bestellung ausgeliefert", passieren. Er vermittelt diese Nachricht an die dafür in Frage kommenden Broker-Clients (Agenten, Adapter etc.)

Technisch gesehen kombiniert XPI Applikationsadapter, eine XML-Messaging-Infrastruktur, eine Workflow- und Prozess-Management-Engine sowie eine Developer Suite zur Konvertierung der Dokumente in XML. Für den Administrator bietet die reine Java-Applikation einen Monitor, der Ablaufeingriffe in Echtzeit erlauben soll.

Grundsätzlich legt J.D. Edwards Wert auf die Feststellung, dass es sich bei der Interoperabilitäts-Engine im Gegensatz zu Konkurrenzprodukten nicht um eine "Alles-oder-Nichts"-Lösung handelt: Damit ist gemeint, dass zum Beispiel EDI-orientierte Anwender ihre gewohnte Umgebung nicht verlassen müssen und sich trotzdem mit einer XML-basierten Kommunikation anderer Partner integrieren lassen können. Ab Juni will der Hersteller seine Any-to-Any-Technik zunächst für die Hightech- und Elektronikindustrie auf den Markt bringen, später folgen dann Varianten für die Konsum- und Investitionsgüterbranchen.

Abb: B-to-B-Integration via XPI

Mit XPI hofft J.D. Edwards die Business-Prozesse innerhalb einer Gruppe von Geschäftspartnern trotz der unterschiedlich eingesetzten B-to-B-Systeme zu vereinheitlichen. Quelle: J.D. Edwards