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Rückschlag für ERP-Anbieter

J.D. Edwards warnt vor Verlusten im zweiten Quartal

19.05.2000
MÜNCHEN (CW) - ERP-Spezialist J.D.Edwards erwartet aus dem operativen Geschäft des im April beendeten zweiten Quartals einen Verlust von 20 bis 25 Millionen Dollar. Da der Konkurrent Baan extrem schwächelt, sprechen Analysten von einer verpassten Chance.

Als Grund für die erst Ende Mai endgültig feststehenden roten Zahlen nennt J.D. Edwards, dass die Gewinne aus dem Verkauf der betriebswirtschaftlichen Applikationen geringer ausgefallen sind als erwartet. Außerdem hätten Investitionen in Marketing und Vertrieb zu dem schlechten Ergebnis beigetragen. Obwohl das Lizenzgeschäft um rund 20 Prozent gewachsen ist, sollen die Umsätze zwischen 225 und 235 Millionen Dollar nur etwa den Vorjahreszahlen von 232 Millionen Dollar entsprechen. Lediglich der Verkauf von einigen Beteiligungen wird dazu beitragen, dass die in Denver ansässige Company einen kleinen, nicht näher spezifizierten Nettogewinn für das zweite Quartal ausweisen kann.

Dennoch bedeutet die Verlustankündigung einen Rückschlag für J.D. Edwards. Da man im ersten Quartal anstatt des erwarteten Verlustes einen Gewinn von über 3,6 Millionen Dollar eingefahren hatte, waren die Erwartungen der Analysten entsprechend hoch geschraubt. Es handle sich um eine Übergangsperiode, die noch vom Jahr-2000-Wechsel beeinflusst gewesen sei, beschwichtigt Edward McVaney, Mitbegründer und CEO von J.D. Edwards. Mit Verweis auf das Lizenzwachstum und 400 Millionen Dollar Kapital versuchte er die Verlustwarnung zu entschärfen - das Unternehmen stehe finanziell gesund da.

Analysten sehen das anders. J.D. Edwards habe die Chance nicht genutzt, aufgrund der Schwäche von Baan zu den ERP-Marktführern SAP und Oracle aufzurücken, meint Joshua Greenbaum von Enterprise Applications Consulting in Berkeley. Wie Peoplesoft scheine auch J.D.Edwards inzwischen unter internen Problemen zu leiden. Die Gewinnwarnung komme drei Wochen, nachdem McVaney wieder auf seine alten Posten als President und CEO zurückgekehrt sei. Diese Positionen hatte er Ende 1998 geräumt und an Douglas Massingill übertragen. Im vergangenen April jedoch verließ Massingill das Unternehmen aus bislang unbekannten Gründen.