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04.07.1997 - 

Pinnacle-Allianz besteht seit einem Jahr

J. P. Morgan zog erste Outsourcing-Bilanz

Das unter dem Namen "Pinnacle Alliance" bekannt gewordene Joint-venture zwischen J. P. Morgan sowie den Dienstleistern Andersen Consulting, AT&T Solutions, Bell Atlantic Network Integra- tion und CSC war von vielen IT-Experten von vornherein zum Scheitern verurteilt worden. Im Rahmen des zwei Milliarden Dollar schweren Geschäfts übertrug die Bank etwa ein Drittel ihrer IS- und Telekommunikationsoperationen sowie 900 Mitarbeiter an die Service-Allianz. Im einzelnen umfaßt der Vertrag 369 unterschiedliche Zielvereinbarungen. Geteiltes Risiko und gemeinsamer Profit hießen die Ziele, die sich die fünf Partner auf die Fahnen geschrieben hatten.

Die Vorgaben wurden zumindest teilweise erfüllt. So ist es der Allianz gelungen, die jährlichen Kosten für den IT-Betrieb der Bank wie vereinbart um 15 Prozent zu senken. Zudem profitiert J. P. Morgan davon, daß die Pinnacle-Partner über Know-how in neuen Technologiebereichen verfügen - beispielsweise bei der objektorientierten Programmierung.

Wie Managing Director Michael Azarian anläßlich einer Konferenz in New York ausführte, ist der Outsourcing-Weg für J. P. Morgan aber keineswegs nur mit Rosen bestreut. Eine Reihe von Hürden sei noch zu meistern. Beispielsweise hätten die vier Dienstleister bislang Schwierigkeiten, mit den raschen Veränderungen Schritt zu halten, die im Umkreis der Wall Street üblich seien.

Als hinderlich für einen effizienten IT-Betrieb hat sich, so Azarian, erwiesen, daß die Pinnacle Alliance nur für den IT-Betrieb in New York und London verantwortlich zeichne, während die Operationen in Tokio nach wie vor in den Händen der IBM lägen. Mit den Worten des Geschäftsführers ausgedrückt, bedeutet es für J. P. Morgan eine "Herausforderung", IT-Projekte zwischen diesen beiden Standorten zu koordinieren.

Darüber hinaus wies Azarian auf den "überwältigenden" Aufwand hin, der in den ersten Monaten notwendig gewesen sei, um nicht nur die eigenen Mitarbeiter, sondern auch die der langfristigen Partner mit den neuen Umständen vertraut zu machen. Beispielsweise hätten sich die Vertragspartner beschwert, weil ihre Schecks nicht mehr von J. P. Morgan, sondern von der Pinnacle Alliance unterschrieben waren.

Positiv hingegen wirkte sich laut Azarian aus, daß die Bank-Manager sich nicht mehr um die Routine-Operationen kümmern müssen, seit die Service-Allianz diese Aufgaben übernommen hat. So habe er selbst sich mit der Frage beschäftigen können, wie die Kunden aus dem Merger-and-Acquisition-Bereich auf die Jahr-2000-Problematik vorbereitet seien. "Vorher hatten wir für so etwas keine Zeit.