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03.05.1985 - 

Mit Macintosh-Verschnitt gegen Apple und Commodore:

Jack Tramiel für Atari-Start optimistisch

HANNOVER (mer) - Für eine Attraktion im Mikromarkt sorgte gleich zu Beginn der Messe die Atari Corp. (Deutschland) GmbH: Mit ihrem Mikro ST 520, einem Fat-Mac-Verschnitt, erklärt Ex-Commodore-Boss Jack Tramiel vor allem der Apple-Company den Kampf. Rund 3000 Mark - weniger als ein Viertel des Apple-Paradepferdes - kostet der neuartige Superzwerg mit 512 KB, einem Laufwerk und Monitor.

"Wir wollen in unserem Markt die Nummer eins werden", tönte Atari-Chef Tramiel in bekannter Manier, "denn wir bieten die besten Mikros zum niedrigsten Preis." In der Tat präsentiert sich der Kleinrechner für den Home- und Business-Bereich derzeit in einzigartiger Kombination. Wesentlichster Unterschied zum Macintosh ist die Farbdarstellung: Mit einer Auflösung von 640 mal 200 Punkten liefert der ST vierfarbige Gestaltungsmöglichkeiten, bei 320 mal 200 Punkten bringt es der 32-K-Bildschirmspeicher auf eine 16farbige Palette. Einziger Wermutstropfen: Der Farbmonitor soll erst "in ein paar Wochen" für den Vertrieb freigegeben werden.

Das Betriebssystem TOS (Tramiel Operations System) beansprucht zusammen mit der Benutzerschnittstelle GEM von Digital Research bereits 192 KB, so daß - rechnet man den Platz für die Anwendungssoftware hinzu - von den 512 KB RAM nur wenig Kapazität für die Daten übrigbleibt. In Kürze soll jedoch der Arbeitsspeicher auf mindestens zwei Megabyte aufgerüstet werden. Die Produktionsplanung für 1985 liegt nach Aussagen von Tramiel bei

einer Million Stück, davon sollen in Deutschland rund 50 000 abgesetzt werden. Mit einer im letzten Jahr komplett ausgewechselten Atari-Mannschaft glaubt der Firmenchef die Umsätze von Apple und Commodore haushoch übertreffen zu können, denn "unsere Mitarbeiter stecken mit der Nase mittendrin".

Frotzelt der erfolgsverwöhnte Manager: "Wir haben es nicht nötig, Leute von Pepsi Cola zu holen."