Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

09.07.1999 - 

CW und "Süddeutsche Zeitung" veranstalten Podiumsdiskussion

Jahr-2000-Problem: Bundesrechnungshof warnt vor schweren Schäden

MÜNCHEN (jm) - Der Bundesrechnungshof (BRH) geht davon aus, daß viele Bundesbehörden nicht hinreichend für den Datumswechsel gerüstet sind. Verantwortlich seien höchste Instanzen der Politik, die versäumt hätten, rechtzeitig Maßnahmen zu ergreifen.

In dem internen Prüfungsbericht an das Bundesinnenministerium und den Haushaltsausschuß des deutschen Bundestages wird vor möglicherweise dramatischen Folgen des Datumswechsels und vor Regreßansprüchen in Milliardenhöhe gewarnt.

Der BRH nahm im Rahmen einer Querschnittsprüfung zwölf örtliche Erhebungen bei der Deutschen Bundesbank und in acht Bundesministerien vor: Auswärtiges Amt, Innenministerium, Justizministerium, Finanzministerium, Wirtschaftsministerium, Arbeitsministerium, Umweltministerium, Bildungsministerium.

In dem Bericht ist zu lesen: "Ein Ausfall oder fehlerhaftes Arbeiten der zentralen Anwendungen im Bundeskriminalamt (Inpol) oder im Bundeszentralregister könnte die Verbrechensbekämpfung erheblich behindern."

Und: "In der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte könnten Fehler in den Konten der einzelnen Versicherten zu unrichtigen oder mehrfachen Rentenzahlungen führen."

Der Bundesrechnungshof geht mit der Bundesregierung hart ins Gericht: In anderen Industrieländern sei das Jahr-2000-Problem auf höchster Ebene diskutiert worden sei und habe ressortübergreifend Priorität gehabt. Hierzulande waren vergleichbare Aktivitäten auf Bundesebene bis Mitte 1998 kaum zu verzeichnen, moniert der Bericht.

Nach Auffassung des BRH hat das ressortübergreifend für die Informationstechnik zuständige Bundesinnenministerium die Dimension des Problems nicht rechtzeitig erkannt. Die Bestandsaufnahme hätte Mitte 1997, die Umstellung Mitte 1998 abgeschlossen sein müssen.

Der Zeitverzug könne ab 1. Januar 2000 teuer werden: Bei linearer Hochrechnung auf alle erfaßten Bundesbehörden ergäben sich rund 40 Millionen Mark Ausfallkosten pro Tag (ohne Bundesverteidigungsministerium).