Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

29.01.1999 - 

Jahr-2000-Probleme in Rußland

Jahr-2000-Probleme in Rußland Amerikanische Firma entwickelt Lösung für russische Rechner

MÜNCHEN (CW) - Die US-Firma Relativity Technologies wird der russischen Regierung mit ihrer Software "Rescueware" helfen, Computersysteme in wichtigen Industriezweigen auf die Umstellung zum Jahr 2000 vorzubereiten.

Das Problem liege laut Vivek Wadhwa, Firmenchef von Relativity Technologies, vor allem darin, daß viele russische Systeme auf veralteten Plattformen laufen, die heute niemand mehr unterstütze. Aus diesem Grund habe seine Firma mit Hilfe russischer Experten eine Software namens Rescueware entwickelt, die diese Computersysteme auf eine Standardplattform wie Java oder C++ stelle.

In Rußland wachse allmählich das Bewußtsein für die möglichen Probleme bei der Jahr-2000-Umstellung, auch wenn sein Land ein bißchen spät dran sei, so Andrej Terekov, Direktor der privaten Firma Lanit, die in mehreren russischen Städten bereits Jahr-2000- Zentren eingerichtet hat. Zwei Drittel aller Firmen in Rußland werden Probleme bei der Umstellung bekommen, so eine Studie der Gartner Group Inc.

Terekov zufolge gibt es bereits Vereinbarungen mit der Luftfahrtgesellschaft Aeroflot und dem Gaskonzern Gazprom, die Firmenrechner mit Hilfe der amerikanischen Software zu überprüfen und richtig auf den Wechsel einzustellen.

Besorgnis äußern viele Experten vor allem über die Computer des russischen Militärs. Doch laut Terekov werden die Rechner, die Kernkraftwerke und Kernwaffen kontrollieren, keine Probleme beim Übergang ins Jahr 2000 machen. Wie er zu diesem Schluß komme, erläuterte der russische Mathematikprofessor nicht. Allein bei Luftabwehr- und Früherkennungssystemen räumte er mögliche Schwierigkeiten ein. Rußland habe jedoch zugestimmt, die Anlagen von Nato-Experten untersuchen zu lassen. Insgesamt taxieren Landeskenner die Kosten der Vorbereitung russischer Computersysteme auf das Jahr 2000 auf etwa 500 Millionen Dollar. Premierminister Jewgenij Primakov habe dieses Geld trotz Finanzkrise bereits zugesagt.

Auch mit anderen ehemaligen Sowjetrepubliken will Lanit ins Geschäft kommen. So soll es bereits Kooperationsvereinbarungen mit den Regierungen von Kasachstan und Usbekistan geben.