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19.03.1999 - 

Jahrestreffen auf der Linuxworld

Jahrestreffen auf der Linuxworld Entwickler glauben an die Zukunft von Open Source

SAN JOSE (IDG) - Zum zweiten Mal trafen sich jetzt Mitglieder der Open-Source-Bewegung zum Meinungsaustausch. Nach dem Boom der letzten Monate zog man eine positive Bilanz.

Rund 50 Teilnehmer diskutierten auf der Linuxworld im kalifornischen San Jose über ihre Vorstellungen vom weiteren Weg der Bewegung. Für Eric Raymond waren die 90er Jahre vor allem durch die Entwicklung von Opensource-Betriebssystemen wie Linux und "Free BSD" geprägt. Nun aber erwartet der Autor des berühmten Online-Aufsatzes "The Cathedral and the Bazaar", daß immer mehr Anwendungen für die Plattformen geschrieben werden. Diese seien laut Tim O''Reilly, Gründer des gleichnamigen Verlagshauses, nicht mit heutiger Desktop-Software vergleichbar, sondern stellten vielmehr komplexe Internet-basierte Applikationen dar, die Online- Dienste vergleichbar denen von Amazone.com bieten.

Ein weiteres Thema war die eigene Positionierung von Open Source auf dem Markt. So waren sich die Teilnehmer darüber einig, daß der finanzielle Nutzen von Open-Source-Produkten stärker als bisher hervorgehoben und gemessen werden muß. Für Brian Behlendorf, Mitbegründer der Apache Web Server Group, sollten deshalb die bisherigen Erfahrung mit Hilfe von Analysten in einer wissenschaftlichen Studie zusammenfließen.

Die Tatsache, daß Open Source immer mehr von kommerziellen Anwendern in Anspruch genommen werde, sahen die Diskutanten nicht als Gefahr, sondern glauben, einen Konsens finden zu können. Die Unterstützung durch Hersteller habe beispielsweise die Vorteile, daß sich Bug-Fixes und Upgrades auch an Entwickler, die der Bewegung fernstehen, schneller verteilen ließen und den Programmen weltweit zu mehr Ansehen verhelfe. Ein erfreulicher Nebeneffekt sei auch, daß etwas Geld für die Entwickler abfiele, die sich meist unentgeldlich die Nächte mit der Programmierung von Opensource-Code um die Ohren schlugen.