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24.09.2004 - 

Softwareveteran will mit neuer Firma gegen Microsoft, SAP und IBM antreten

Jan Baan bastelt an Comeback mit Web-Services

MÜNCHEN (CW) - Jan Baan versucht erneut sein Glück im Softwaremarkt. Der ehemalige Geschäftsführer des gleichnamigen ERP-Anbieters, der mittlerweile zu SSA Global gehört, hat mit Cordys eine neue Firma gegründet.

Jan Baan, Gründer und langjähriger Chef des von Invensys aufgekauften und später an SSA Global weitergereichten ERP-Anbieters Baan, meldet sich in der IT-Branche zurück. Der Softwareveteran, der Baan in den 70er-Jahren gegründet hatte, versucht sein Glück nun als Anbieter von Web-Services-Software. Sein neues Unternehmen Cordys, zugleich Namensgeber der Software, residiert im niederländischen Putten. Baan habe bereits seit 2001 an Cordys gearbeitet, berichtete Justin Anderson, verantwortlich für die Cordys-Geschäfte in Amerika, gegenüber US-amerikanischen Medien. Mit an Bord sind zahlreiche Mitarbeiter aus alten Baan-Zeiten.

Cordys will seinen Kunden eine Integrationsplattform anbieten, auf deren Basis sich Informationen und Daten von Business-Applikationen verschiedener Anbieter austauschen lassen sollen. Im Gegensatz zu anderen Integrationsanbietern, die verschiedene Produkte wie Portale, Application Server oder spezielle Integrationsanwendungen anbieten, bringe Cordys ein integriertes Framework heraus, das alle genannten Techniken unterstütze, erläutert Anderson. Das Produkt basiere auf XML und offenen Standards.

Anderson räumt ein, dass sich Cordys mit IBMs "Websphere", Microsofts .NET-Plattform und SAPs "Netweaver" gegen namhafte Konkurrenz im Integrationsmarkt durchsetzen müsse.

Allerdings liege der Vorteil des Newcomers in der Unabhängigkeit von den Herstellern. Die Wettbewerber bezögen Integration in erster Linie auf ihre eigenen Produkte.

Analysten räumen Cordys durchaus Chancen ein. Die Konkurrenz sei zwar hart, meint Ron Schmelzer, Analyst von Zap Think. Allerdings wäre es töricht, die Cordys-Technologie und die Fähigkeiten des Unternehmensgründers Jan Baan zu unterschätzen. Dieser verstehe seine Arbeit als Fortsetzung der Baan-Geschichte. Vieles werde jedoch davon abhängen, ob es dem neuen Unternehmen gelingt, Kunden von ihren bisherigen Softwareanbietern wegzulocken. (ba)