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27.03.1975 - 

Aufhebung des Import-Embargos:

Japan exportiert Computer

TOKIO - Nach der vollkommenen Aufhebung des Import-Embargos für ausländische Computer verlagern die japanischen Computerhersteller immer mehr ihre Marketingaktivitäten auf den Weltmarkt. Genauso wie die Automobil- und Unterhaltungselektronikindustrie weiten die japanischen Computerhersteller das Exportgeschäft aus, um schließlich die führende Industrie Japans zu werden. Die beiden größten Hersteller Fujitsu und Hitachi haben bereits begonnen, die beiden neuangekündigten Großsysteme M-180 und M-190 weltweit zu vermarkten.

Während Hitachi mit der Anlage M-180 vorerst hauptsächlich seinen inländischen Kundenstamm gegen ausländische Hersteller schützen will, setzt Fujitsu das Marketingschwergewicht mehr auf den Außenhandel. Hitachi, Japans zweitgrößter Computerhersteller, verstärkte 1974 seine Auslandsaktivitäten durch ein Abkommen mit dem australischen Serviceunternehmen Saztec Pty Ltd., das Hitachi OCR-Belegleser in Australien vertreibt. Neben Australien will Hitachi noch dieses Jahr auf den amerikanischen Markt vorstoßen und in den nächsten zwei Jahren 200 OCR-Belegleser absetzen.

Hitachi hat bereits das Warenzeichen "HITAC" für seine elektronischen Anlagen im amerikanischen Patentamt eintragen lassen und eröffnet noch in diesem Jahr eine Niederlassung in San Francisco.

Um auf dem amerikanischen Markt weiter vordringen zu können, steht die Firma in Vorverhandlungen mit CDC und Itel.

Hitachi plant eine zweigleisige Marketing-Strategie: " Wenn wir einmal die Verträge unter Dach und Fach haben, können wir mit dem System M-180 parallel den inländischen und amerikanischen Markt durchdringen." Fujitsu verlagert unter den japanischen Herstellern am stärksten sein Marketing auf den Weltmarkt und ist bereits seit zehn Jahren im Ausland vertreten 1972 gründete Fujitsu die FACOM Australia die kleine und mittlere EDV-Systeme vertreibt. Im selben Jahr erfolgte noch die Gründung FACOM do Brazil SA. Seit 1973 verfügt Fujitsu ober Niederlassungen in Spanien und Korea. Die Firms schloß mit der spanischen Regierung einen Vertrag über die gemeinsame Produktion und den Vertrieb von Computern und Peripheriegeräten.

Seit 1972 besteht darüber-hinaus ein Abkommen mit Amdahl Corp. über die gemeinsame Entwicklung eines Großcomputersystems.

Auf dem Weltmarkt hat Fujitsu bereits I85 Anlagen - meistens Kleincomputersysteme - installiert (siehe Tabelle).