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06.03.1987 - 

Einheimische Anbieter setzen zur Aufholjagd an:

Japan fürchtet westliche KI-Konkurrenz

TOKIO (vwd) - Ihr Engagement im KI-Bereich wollen die Japaner weiter verstärken: Der Markt für Produkte, die der Künstlichen Intelligenz zuzuordnen sind, dürfte nach Einschätzung der Industriebeobachter in Tokio 1990 den Wert von einer Billion Yen erreicht haben. Bis zur Jahrtausendwende wird mit einem weiteren Anstieg auf zehn Billionen Yen gerechnet.

Japan habe in der KI-Technik noch erheblich aufzuholen, ist von ausländischen Unternehmen in Tokio zu hören. So könnten die USA einen Know-how-Vorsprung von etwa zehn Jahren vorweisen. Daher versuchten die Anbieter aus Europa und den Vereinigten Staaten verstärkt, ihre Produkte in Japan zu verkaufen: IBM vermarktet dort beispielsweise ein Programm, das die Entwicklung von KI-Systemen unterstützt, und die DEC-Tochter Nihon Digital Equipment Corp. rechnet sich für ihre Softwareerzeugnisse stetig wachsende Absatzchancen aus.

Dieser Entwicklung versuchen die inländischen Anbieter gegenzusteuern. Im Sommer 1986 begann die Mitsubishi Electric Corp. mit dem Vertrieb von Melcom-Psi, einer KI-Workstation, die unter Konzession

des Instituts for New Generation Computer Technology (ICOT) entwickelt wurde. Vor zwei Jahren führte das Entwicklungscenter für medizinische Informationssysteme das Produkt "Medi-Net" in Japan ein. Das Netz wird mit dem Rechner Facom-Alpha und dem Mainframe M150F von Fujitsu eingesetzt; es ist an das Fenics Value Added Network (VAN) des Herstellers angeschlossen, um einen landesweiten Zugriff auf die medizinische Datenbank zu ermöglichen.

Das Ubersetzungssystem "Atlas" von Fujitsu ist gegenwärtig bei 170 Unternehmen im Einsatz. Ähnliche Produkte - "Pivot" beziehungsweise "Pensee" - haben kürzlich die NEC Corp. und Oki Electric Industry Co. vorgestellt. Hitachi schließlich hat ein KI-Kontrollsystem für Untergrundbahnen entwickelt. Das Produkt soll den pünktlichen und reibungslosen Betrieb der Züge gewährleisten.