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04.09.1998 - 

Weniger Geld und Zeitrückstand

Japan nimmt Jahr 2000 auf die leichte Schulter

Demnach hätten viele Unternehmen schon genug Sorge, die Mittel für den laufenden Betrieb ihres Unternehmens zu beschaffen. Wenn aber die Computersysteme in Japan mit der "2" am Beginn der Jahreszahl nicht umgehen können, sei zu befürchten, daß auch der internationale Handel und die Finanzwelt in Mitleidenschaft gezogen werden, heißt es weiter. Lediglich die Regierung und die großen Konzerne versichern, daß die Arbeiten zur Lösung des Problems eingeleitet sind und planmäßig vorankommen.

Prinzipiell kritisieren auch immer mehr unabhängige Fachleute den verbreiteten Gleichmut hinsichtlich des Jahr-2000-Problems. "Es gibt kein Gefühl der Besorgnis für eine mögliche Krise", sagt etwa der Chefvolkswirt der Beratungsgesellschaft Tokio Marine, Takafumi Hamaguchi. "Zu dieser Einschätzung paßt ein bereits im April veröffentlichter Regierungsbericht, wonach 141 von 395 wichtigen Computersystemen der Behörden erst im Laufe des kommenden Jahres entsprechende Softwareänderungen und anschließende Testläufe hinter sich gebracht haben werden - gefährlich nahe dem kritischen Tag X.

Viele Testläufe erst gegen Jahresende

Zu den betroffenen Anlagen gehören dem Bericht zufolge unter anderem Einrichtungen für die Flugsicherung und Einwanderungsbehörde. Auch bei der Japanischen Zentralbank sollen die Testläufe erst im Dezember dieses Jahres beginnen. Hamaguchi bemängelt in diesem Zusammenhang ferner, daß die Manager die Lösung des Problems ihren DV-Abteilungen überlassen, anstatt dies zur Chefsache zu machen. Nach Informationen von Merrill Lynch Japan bewegen sich die Ausgaben der japanischen Banken für die Jahr-2000-Anpassung ihrer Programme in einem Rahmen zwischen 30 und 70 Millionen Dollar. Zum Vergleich: In den USA wendet allein die Bank America für dieses Problem rund 380 Millionen Dollar auf, bei der Citicorp sind es sogar 600 Millionen Dollar.