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22.01.1988 - 

US-Anbieter können auch 1987 am Weltmarkt kaum Boden gutmachen:

Japans Chip-Anbieter sind nacht zu bremsen

MÜNCHEN (CW) - Auch 1987 waren die japanischen Halbleiter-Produzenten durch nichts und niemanden aufzuhalten. Wie das US-Marktforschungsinstitut Dataquest ermittelte, halten die Chip-Hersteller aus dem Lande Nippon derzeit einen weltweiten Marktanteil von 48 Prozent.

Nachdem schon Anfang des vergangenen Jahres erstmals kein amerikanischer Halbleiter-Produzent im Spitzentrio der "Top Ten" des internationalen Wettbewerbs zu finden gewesen war, sieht es zu Beginn dieses Jahres auch nicht anders aus. Souverän konnte der Elektronik-Gigant NEC seine Führungsposition behaupten. Das Unternehmen konnte 1987 seinen Umsatz um 21 Prozent auf 3,19 (1986: 2,64) Milliarden Dollar steigern.

Die Plätze hingegen tauschten Toshiba und Hitachi. Im Jahr zuvor noch auf Rang 3 konnte Toshiba 1987 einen Platz vorrücken, Der Umsatz betrug 2,94 (1986: 2,28) Milliarden Dollar, was ein Plus von 29,1 Prozent bedeutet. Dritter im Nippon-Bunde ist schließlich Hitachi. Das Unternehmen verzeichnet gegenüber 1986 immerhin noch ein Umsatzplus um 20,5 Prozent von 2,31 auf 2,78 Milliarden Dollar.

Wie schon im Vorjahr ist mit Motorola der umsatzstärkste amerikanische Halbleiter-Hersteller erst auf Platz 4 zu finden. Der Chip-Riese konnte 1987 einen Umsatzsprung von 21 Prozent auf 2,45 Milliarden Dollar verzeichnen. Auffällig aber ist, daß sich die Japaner umsatzmäßig von den Amerikanern gegenüber dem Vorjahr weiter entfernt haben.

Betrug der Differenzbetrag 1986 zwischen dem Drittplazierten Toshiba und Motorola noch 251 Millionen Dollar, so liegt er 1987 zwischen Hitachi und Motorola schon bei 331 Millionen Dollar. Damit konnten die von der US-Regierung im vergangenen Jahr forderten protektionistischen Maßnahmen in Form von Handelssanktionen und Strafzöllen gegen die japanischen Produzenten den Vormarsch der Nippon-Firmen auf dem US-Markt für Chips kaum bremsen.

Wieder erholt gegenüber dem Vorjahr zeigt sich hingegen Intel. 1986 auf den letzten Platz der Top Ten abgerutscht, vermochte der US-Anbieter im vergangenen Kalenderjahr zwei Positionen gutzumachen und sieht sich nunmehr auf Rang 8. Umsatzmäßig konnte Intel auch wieder die Milliarden-Grenze überspringen: 1,5 Milliarden Dollar lesen sich nach 991 Millionen Dollar im Jahr zuvor nicht schlecht.

Dennoch ist die Dominanz der fernöstlichen Chip-Anbieter erdrückend. Von den umsatzstärksten Halbleiter-Unternehmen der Dataquest-Erhebung kommen allein sechs aus Japan; drei haben ihren Sitz in den USA. In den Top Ten ist nur ein Anbieter aus Europa mit von der Partie: Philips-Signetics (Platz 7). Den Anteil der Japaner am Weltmarkt gibt Dataquest mit 48 Prozent an. Die Amerikaner können noch 39 Prozent für sich in Anspruch nehmen, die Europäer nur 11 Prozent. Das Schlußlicht bildet Südost-Asien mit einem weltweiten Marktanteil von 2 Prozent.