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23.08.1991 - 

Eigene Vertriebsniederlassung ab Anfang 1992

Japans PC-Markt wird enger: Auch Compaq geht nach Osten

TOKIO/MÜNCHEN (CW/vwd) - Auf dem japanischen PC-Markt wird es enger: Ab Beginn des nächsten Jahres will Compaq auf den dortigen Markt abgestimmte PCs einschließlich Dienstleistungen verkaufen.

Laut Dataquest hält gegenwärtig der proprietäre Heimspieler NEC die Hälfte des PC-Marktes in Japan, die US-Anbieter IBM-kompatibler Mikros kommen zusammen auf zehn Prozent.

Derzeit gibt es nach Mitteilung der texanischen Compaq Computer Corp. drei Vertriebspartner in Japan, und zwar Computerland, Marubeni und Businessland. Sie verkaufen PCs mit englischsprachigen Systemoberflächen sowie die entsprechenden Services. Für die nächsten Monate sei eine Erweiterung des Vertriebsnetztes um zusätzliche Händler, VARs und Systemhäuser geplant.

Die Aktivitäten liegen dann in der Verantwortung der Compaq K.K., Tokio, die von dem Ex-IBMer Masaru Murai geleitet werden soll.

Compaq kann bei seinem Bemühen um eine Ausweitung des Marktanteiles auf die Unterstützung der US-Regierung rechnen. Durch einen regelmäßigen Dialog mit japanischen Offiziellen wollen die Amerikaner dafür sorgen, daß die neu auf den Nippon-Markt drängenden Unternehmen nicht mit unfairen Handelshemmnissen konfrontiert werden. Die höchste Hürde dürfte allerdings technologischer Art sein: Über die Hälfte der PCs in Japan arbeiten mit dem proprietären NEC-Betriebssystem; die darauf aufsetzende Software ist nicht DOS-kompatibel.

Der Produktionswert von in Japan hergestellen PCs erreichte 1990 rund 1,26 Billionen Yen (etwa 16 Milliarden Mark). Von den 2,66 Millionen produzierten Geräten wurden über zwei Millionen im Inland verkauft. 1989 gab es den sogenannten "198000-Yen-Krieg", als der Wettbewerb bei tragbaren PCs zwischen Apple, NEC und Toshiba sich verschärfte und binnen kurzem preisgünstige neue Notebook-Rechner herauskamen, mit denen die Hersteller ihre Marktanteile vergrößern wollten.