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12.11.1999 - 

Probleme liegen in Bandbreite und Antwortzeiten

Java: Keine Wahl im WAN?

MÜNCHEN (CW) - Als Zugriffs-Tool für ERP-Software in Weitverkehrsnetzen (WANs) propagieren Hersteller inzwischen auch Thin Clients auf Java-Basis. Nach Ansicht der Meta Group bergen derartige Systeme jedoch noch Probleme. Frühestens in drei Jahren sei mit praktikablen Lösungen zu rechnen.

In vielen dreistufigen Strukturen wiederholt sich nach Meinung der Analysten momentan das Bandbreiten- und Antwortzeitdilemma, wie es aus zweischichtigen Architekturen hinlänglich bekannt ist. Gerade der steigende Bedarf nach verteilten ERP- und CRM-Anwendungen habe zur Folge, daß die User auf die erreichten Vorteile wie Funktionsumfang und Performance zunehmend wieder verzichten müßten. Als entscheidendes Problem verteilter Three-Tier-Systeme bezeichnet Meta das große Datenvolumen, welches zwischen dem Client und der mittleren Ebene ausgetauscht wird.

Um eine Funktionsvielfalt auch in WANs zur Verfügung zu stellen, haben Anbieter Java-Clients ins Gespräch gebracht. Gegenwärtig, so die Analysten, sei jedoch deren Kommunikationsvolumen, verglichen mit schlichten HTML-Aufrufen, bis zu fünfmal größer (siehe Tabelle). Damit näherten sich der Bandbreitenbedarf und die Antwortzeiten von Java-Clients den durchschnittlichen Werten für klassische Two-Tier-Architekturen an.

Frühestens in drei Jahren seien die Java-Clients nach Aussage der Meta Group wettbewerbsfähig. Dafür sprächen mehrere Gründe: Zum einen sinkt die Anzahl der Kommunikationsaufrufe in Client-Server-Systemen, und zweitens sind künftige Anwendungen in der Lage, Bandbreiten dynamisch zur Verfügung zu stellen. Drittens bilde sich eine neue Disziplin im ERP-Umfeld heraus, die von den Analysten als "Infrastructure Impact Assessment" (IIA) bezeichnet wird. Dadurch ließe sich im Vorfeld einer Implementierung abschätzen, welche Auswirkungen beispielsweise verschiedene Client-Plattformen oder Applikationen auf die Netzwerklast haben werden.