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24.05.1996 - 

Nicht nur Internet-Spielzeug

Java muß sich erst noch als Universalsprache etablieren

"Java wird zugleich unter- und überschätzt", zitiert die CW-Schwesterpublikation "Computerworld" James Gosling, Vice-President von Sun und maßgeblich an der Java-Entwicklung beteiligt. Unterschätzt, weil Java mehr ist als ein Web-Tool, mit dem Browser-Plug-ins erstellt werden können. Die Programmiersprache sei universal verwendbar.

Überschätzt werde Java, weil die Branche glaube, sie könne damit der Microsoft-Übermacht entrinnen. "Das war und ist jedoch nicht realistisch, wenn man daran denkt, wie stark Microsoft-Produkte adaptiert sind", so der Java-Entwickler. Außerdem gebe es ein Zeitproblem. Gute Entwicklungsumgebungen, Codegeneratoren und APIs kämen gerade erst auf den Markt.

Auch Java-Anwender, die grundsätzlich eine Notwendigkeit sehen, sich rasch mit der Sprache vertraut zu machen, sehen noch Schwachstellen. Susan Goeldner, bei der Fed Ex Corp. in Memphis, Tennessee, zuständig für Internet-Technologie, schreibt mit ihrem Team zur Zeit erste Internet-Applikationen . Sie vermißt insbesondere ein API zur Druckersteuerung, denn die Fed-Ex-Kunden müßten mit der Auftragsbestätigung zugleich eine Rechnung mit Barcode und Zustellnummer erhalten. Außerdem kritisiert sie Mängel in den Sicherheits-Features. Sie traue ihnen nur so weit, wie Firewalls reichen.

Das Mißtrauen ist berechtigt. Eine Forschungsgruppe der Princeton University, New Jersey, hatte erst im März Sicherheitsmängel in der Sprache diagnostiziert. Trotzdem sollen registrierte Fed-Ex-Kunden schon bald via Web-Seite einen Boten beauftragen können. Wenn sie sich mit ihrem Registrierungscode und digitaler Identifikation anmelden, erhalten sie ein Formular, das bereits mit ihren individuellen Daten ausgefüllt ist. Zudem werde ein elektronisches, in Java codiertes Adreßbuch die möglichen Empfänger enthalten.