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21.12.2004

Java-Server Jboss wächst zur Integrationsplattform heran

Open-Source-Komponenten werden zuammengeführt.

Mit dem "Jboss Enterprise Middleware System" (Jems) strebt Jboss Inc. eine gemeinsame Architektur für seine Open-Source-Produkte an. Dadurch soll eine Plattform entstehen, mit der Anwender Funktionen wie Persistenz, Caching, Prozess- und Content-Management flexibel einsetzen und verwalten können.

Jems umfasst neben dem Java-Applikations-Server "Jboss" das Framework "Hibernate" für den objektrelationalen Zugriff auf relationale Datenbanken sowie die Workflow-Engine "Jboss Business Process Management". Ferner finden sich die Speichertechnik "Jboss Cache", eine Java-Entwicklungsumgebung auf der Basis von "Eclipse", der Servlet-Container "Tomcat", das Toolkit für die Multicast-Kommunika-tion "Jgroups" sowie das noch in der Entwicklung befindliche "Jboss Portal". Letzteres ist eine laut Europa-Chef Sacha Labourey leistungsfähigere Weiterentwicklung des Content-Management-Systems "PHP/Postnukes".

Die gemeinsame Basis aller Module ist "Jbus". Diese umfasst künftig den Mikro-Kernel des Servers, das Framework "Jboss AOP" zur Entwicklung von Aspekten bei der Java-Programmierung sowie Funktionen für "Java Remoting", die die Plattform über verschiedene Systeme und Systemtypen hinweg interoperabel machen sollen.

Flexibel durch Microcontainer

Zudem sind auch Features für "Plain Old Java Objects" (Pojos) geplant. Pojos sind vereinfachte Java-Objekte, die keine Javabeans sind und sich beispielsweise zum Aufbau von Domänenmodellen eignen. Als weitere Besonderheit bewirbt Jboss, dass sich Kernfunktionen von Jbus als "Microcontainer" flexibel zusammenzustellen lassen. Laut Labourey ist dieses Feature beispielsweise für TK-Unternehmen interessant, die Java-Server-Technik selektiv und nach vorhandenem Speicherplatz auf mobilen Geräten einsetzen wollen.

Strategisch will Jboss mit Jems das bisherige Image eines reinen App-Server-Anbieters abstreifen und sich wie IBM, Oracle oder Bea Systems als Hersteller einer umfangreicheren Infrastrukturplattform im Markt positionieren. Die Arbeiten an der Architektur werden aber noch Monate andauern. Nächstes Etappenziel ist Version 5.0 des Java-Servers. Sie ist zum Sommer 2005 angekündigt und verspricht neben noch fehlenden Jems-Bestandteilen wie der Pojo-Unterstützung weitere neue Funktionen beispielsweise für Server-Grids. (as)