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17.01.1997 - 

Erstes ISO-Treffen ohne Ergebnis

Java-Standardisierung kommt nur langsam voran

Besonders drängend wurde das Problem der Standardisierung von Java, nachdem Microsoft kürzlich einen eigenen Kurs bei der objektorientierten Sprache angekündigt hatte. Dabei ließ die Gates-Company verlautbaren, daß sie die Version 1.1 des Java Development Kit (JDK) nicht vollständig unterstützen werde. Eine proprietäre Verengung droht zudem durch Microsofts geplanten, sogenannten "native Compiler", der aus Java-Quellcode nicht plattformunabhängigen Byte-Code, sondern Windows-Binärdateien erstellen soll.

Das im Firmensitz von Javasoft abgehaltene ISO-Treffen, an dem Vertreter namhafter Hersteller wie Apple, IBM, Hewlett-Packard, Microsoft und Netscape teilnahmen, brachte keinerlei Fortschritte in Richtung Java-Standard. Eine Sprecherin von Javasoft begründete dies damit, daß es sich dabei nur um eine informelle Zusammenkunft gehandelt habe.

Allerdings zeichnete sich dabei ein Rückzieher von Microsoft in Sachen JDK 1.1 ab. Der Windows-Hersteller will dieses nun doch in vollem Umfang unterstützen. Ausschlaggebend dafür waren wohl die Androhung rechtlicher Schritte durch Javasoft wegen Verletzung des Lizenzabkommens und eine Logo-Kampagne "100% Pure Java", die von allen maßgeblichen Herstellern mit Ausnahme Microsofts unterstützt wird.

Im Gegenzug warf der größte Hersteller von PC-Software Javasoft nun vor, zuwenig Interesse an der Standardisierung von Java zu zeigen. Microsofts Vertreter Fitzgerald beklagte sich darüber, daß Suns Vertreter dem Treffen nur eine halbe Stunde beigewohnt habe.