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08.02.2005

Java-Vater zweifelt an Suns Abkommen mit Microsoft

James Gosling erachtet die technischen Vorteile für Sun aus dem Friedensschluss mit Microsoft für gering.

Knapp ein Jahr, nachdem Sun und Microsoft das Kriegsbeil begraben und eine umfassende technische Kooperation beschlossen haben, machen sich erste Zweifel an dem Deal breit. So fragte der in Suns Diensten stehende Java-Erfinder James Gosling, welche Vorteile das Abkommen für seinen Arbeitgeber eigentlich bringe. Man sei nach wie vor damit beschäftigt, die Grundlagen herauszuarbeiten.

Gosling zufolge verliert das Abkommen angesichts der jüngsten Entwicklungen zunehmend an Bedeutung. Der Java-Vater spielt damit auf das Urteil der Europäischen Kommission an, wonach Microsoft Informationen über Schnittstellen seiner Desktop- und Server-Betriebssysteme offen legen muss. Die Vereinbarung zwischen Sun und Microsoft beinhalte das Gleiche. Zwar habe Sun Zugang zu tiefer gehenden Informationen, wie die Microsoft-Produkte funktionierten, relativierte der Sun-Entwickler. Allerdings sei Sun aufgrund der Verträge mit Microsoft verpflichtet, diese Informationen für sich zu behalten und nicht in Open-Source-Projekte einfließen zu lassen.

Ungeachtet dessen haben sich die Sun-Verantwortlichen jüngst zu der Kooperation mit Microsoft bekannt. Beide Unternehmen hatten im April 2004 ihre Streitigkeiten beigelegt und den Austausch technischer Informationen beschlossen. Zudem überwies Microsoft fast zwei Milliarden Dollar an seinen Rivalen. Im Gegenzug erklärte Sun, alle gerichtlichen Klagen gegen den einstigen Erzfeind zurückzuziehen.

Derzeit arbeiten beide Firmen an der Interoperabilität ihrer Directories. Anwender sollen damit einheitliche Single-Sign-on-Lösungen auf Basis von Sun- und Microsoft-Plattformen einrichten können. Danach wollen sich die ehemaligen Streithähne an die Verknüpfung von Microsofts .NET-Plattform und Suns Java-Architektur machen. (ba)