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08.02.2002

Java versus C++

Borland und Co. pushen Linux mit C++

Dass trotz des Aufstiegs von Java auch in Zukunft C++ eine große Rolle spielen wird, zeigt ein weiteres, kürzlich vorgestelltes Produkt von Borland: Kylix ist die neue C/C++-Entwicklungsumgebung (IDE = Integrated Development Environment) für Linux. Das Unternehmen schielt vor allem auf Unix-Umsteiger. Solchen Anwendungsentwicklern soll die Umstellung auf die Open-Source-Plattform möglichst leicht gemacht werden.

Eclipse auch dabei: Fast zeitgleich kommt auch vom bisher Java-fokussierten Eclipse-Projekt (www.eclipse.org) eine Neuheit in Sachen C/C++. IBM und der größte Linux-Distributor Red Hat haben den Quellcode für einige Komponenten freigegeben und somit den Weg geebnet für die erste Betatestversion einer C/C++-IDE. Die neue IDE für Eclipse verfügt über einen grafischen Editor mit Code-Browsing- und Navigationsfunktionen inklusive farbiger Syntaxmarkierung und einer integrierten Hilfe. Der Debugger stellt verschiedene Ansichtsoptionen bereit, mit denen bisherige Eclipse-Entwickler bereits vertraut sind.

Starker Zulauf erwartet: IBM und Red Hat erhoffen sich von der Initiative eine breitere Unterstützung für Linux und mehr Anwendungen. Gerade auf diesem Sektor hapert es noch beim Open-Source-Betriebssystem. Mitschuldig an der vergleichsweise geringen Zahl von Anwendungen ist der Mangel an komfortablen Tools, wie es sie etwa für Windows gibt. IBM rechnet damit, dass die Zahl der Entwicklungsprojekte mit diesem neuen Vorstoß um 40 Prozent ansteigen wird.

Nach Angaben von Red Hats CTO und Eclipse.org-Mitbegründer Michael Tiemann vermissten Entwickler bisher die C/C++-Unterstützung unter Linux: "Beinahe jede Entwicklergruppe, mit der wir gesprochen hatten, war auf der Suche nach einer IDE, die neben Java auch C/C++ unterstützt." Zulauf erhofft man sich nicht zuletzt aus der großen Gemeinde der Windows-Entwickler, die bereits mit C/C++ arbeiten.

Unter einem Dach: Das Open-Source-Projekt Eclipse wird von einer Reihe von Unternehmen unterstützt, darunter Borland, Rational und Suse. IBM hatte unlängst 40 Millionen Dollar einfließen lassen. Bisher lag der Fokus von Eclipse auf der besseren Interoperabilität von Java-Tools. Mit Hilfe der Plattform soll eine Vielzahl von Entwicklungswerkzeugen verschiedener Anbieter unter einer einheitlichen und einfach zu bedienenden Oberfläche zusammengefasst werden.