Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

02.01.2008 - 

Suns Programmiersprache ist out

Java wird zum neuen Cobol

Einst mit dem Siegeszug des Internet als die Programmiersprache der Zukunft gefeiert, gilt Java heute bereits veraltet. Ihr droht ein ähnliches Siechtum wie Cobol.

Nach einem Bericht der CW-Schwesterpublikation Infoworld setzen Entwickler beim Programmieren größerer Internet-Anwendungen immer weniger auf Java. Die Programmiersprache verliert allmählich an Boden gegenüber Ruby on Rails, PHP oder Ajax. Selbst Microsofts .NET soll Java in zunehmenden Maße bei Enterprise-Projekten aus dem Rennen werfen.

Die Erklärung hierfür ist schnell gefunden: Viele Entwickler beklagen, dass Java sie bei ihrer Arbeit bremse. So moniert etwa Peter Thoneny, CEO von Twiki.net – einem Entwicklungshaus für eine zertifizierte Version der Wiki-Plattform Twiki -, dass Java die Versprechen in Sachen plattformübergreifender Interoperabilität nicht eingelöst habe. Und Ofer Ronen, CEO von Sendori, einem Unternehmen, das Domian-Verkehr zu Online-Werbern und Anzeigennetzen routet, ist bereits auf Ruby on Rails umgestiegen, da ihm Java zu kompliziert ist. Er bemängelt beispielsweise, dass er unter Java einen Einkaufswagen für eine E-Commerce-Seite von Grund auf kodieren müsse, während er bei Ruby on Rails auf vorgefertigte Elemente zurückgreifen könne.

Andere verweisen wiederum auf Schwächen in Bezug auf die Entwicklung mobiler Anwendungen. So kritisiert Samir Shah, CEO des Software-Testing-Providers Zephyr, dass die Fähigkeiten des Java User Interfaces in keinem Verhältnis zu seinem RAM-Bedarf stünden. Deshalb verwundere es nicht weiter, wenn Google mit Android an einer eigenen Handy-Plattform arbeite.

Diese Meinungen sind keine Einzelfälle, wie eine Umfrage von der Info-Tech Research Group belegt. Das Marktforschungsinstitut befragte Ende 2007 mehr als 1.800 Unternehmen nach ihrer bevorzugten Entwicklungsplattform. Lediglich 20 Prozent gaben noch an, primär mit Java zu entwickeln. Dagegen setzt mittlerweile die Hälfte der Unternehmen auf Microsofts .NET.

Angesichts dieser Ergebnisse empfehlen unsere US-amerikanischen Kollegen Java-Entwicklern bereits, Zeit in das Erlernen neuer Programmiersprachen zu investieren. Und Unternehmen raten sie, bei Neueinstellungen darauf zu achten, ob Programmier auch eine der neueren Sprachen beherrschen. Allerdings ist das Java-Know-how nicht von heute auf morgen wertlos: Ähnlich wie bei Cobol müssen auch die vorhandenen Java-Programme oft noch jahrelang gepflegt werden. (hi)

Newsletter 'Produkte & Technologien' bestellen!