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13.05.2008

JavaOne 2008: Mit JavaFX geht es nur langsam voran

Das von Sun für den Bereich Rich Internet Applications (RIA) entwickelte "JavaFX" nahm auch auf der diesjährigen Entwicklerkonferenz JavaOne breiten Raum ein. Doch während Adobe schon seit geraumer Zeit mit "Flash" und jüngst auch Microsoft mit "Silverlight" um die Gunst der RIA-Entwickler buhlen, kommt Sun mit seinem Tool-Set nicht so richtig aus der Tür. JavaFX wurde bereits vor etwa einem Jahr angekündigt und entfachte schon damals die Diskussion, ob es mit dem zugrunde liegenden JavaFX Script überhaupt einer weiteren Skriptsprache bedarf. Sun argumentierte damals, dass es sich bei JavaFX Script im Gegensatz zu anderen Scripting-Umgebungen um eine statisch typisierte Programmiersprache handelt, die zudem für die Erstellung multimedialer, interaktiver und plattformunabhängiger Anwendungen optimiert ist. Gegenüber den Konkurrenzprodukten von Adobe und Microsoft grenzte sich Sun mit dem Open-Source-Argument ab.

Jetzt, ein Jahr später, wartete Sun auf der JavaOne mit interessanten Anwendungsprototypen für seine RIA-Technik auf. So etwa der "Movie Cloud" zum parallelen Rendering zahlreicher HD-Videos, dem "Photo Flocker" zur Bildersuche nach Tags oder "Connected Life", das verschiedene Web-2.0-Dienste innerhalb einer übersichtlichen Oberfläche zugänglich macht. Beeindruckend war, dass sich die Anwendung, die anfangs noch als Java-Applet auf der Website zu sehen war, per Maus auf den Desktop ziehen ließ, wo sie wie ein Widget eigenständig weiterlief. Damit nicht genug: Ohne Codeänderung wurde das Programm dann noch auf ein Mobiltelefon gebracht.

All diese Präsentationen konnten auf der Konferenz jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass es insgesamt mit Java FX recht langsam vorangeht. So beruhen die auf der Site Javafx.com gezeigten Beispiele selbst noch nicht auf JavaFX. Eine mit Multimedia-Funktionalität angepasste Runtime-Umgebung soll für den Desktop erst im kommenden Herbst erscheinen, die Mobile-Variante ist für das Frühjahr 2009 geplant. Düster sieht es vor allem bei den Entwicklungswerkzeugen für JavaFX aus: Wer sich statt eines simplen Editors eine komfortable Tool-Umgebung wünscht, hat bislang noch wenig Perspektiven. Man arbeite mit Hochdruck an einem entsprechenden Plug-in für die Netbeans-IDE, hieß es bei Sun, auf einen Termin wolle man sich allerdings noch nicht festlegen. (ue)

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