Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

06.03.2007

JBoss baut Tools-Sparte aus

Die Red-Hat-Tochter engagiert sich abseits von Eclipse mit einem neuen Open-Source-Angebot.

Obwohl Red Hat selbst Eclipse-Mitglied ist, will der Anbieter über seine Tochter JBoss nun offensichtlich eine parallele Community mit einem eigenen Angebot an quelloffenen Entwicklungswerkzeugen aufbauen. Den Startschuss dazu geben die jetzt mit der Firma Exadel Inc. getroffenen Vereinbarungen. Konkret geht es dabei um zwei Exadel-Produkte die bislang keinen Open-Source-Status hatten: Die "Exadel RichFaces" umfassen eine Komponentenbibliothek für Java Server Faces (JSF) zur Erstellung von Rich-Client-Anwendungen. Basis dafür ist das Framework "Ajax4jsf", das es erleichtern soll, Ajax-Technik in die Entwicklung von Geschäftsanwendungen zu integrieren. Die RichFaces stehen demnächst in einer Open-Source-Version auf der Site von JBoss.org zur Verfügung.

Red Hat Developer Studio

Etwas länger wird die Öffnung des zweiten Produkts "Exadel Studio Pro" dauern. Hier handelt es sich um ein Toolset zur Entwicklung von Web-Applikationen, das JSF, Struts, Hibernate und Spring unterstützt. Bei Red Hat geht man davon aus, dass eine Open-Source-Version dieser Tool-Suite bis zum Sommer fertig gestellt sein wird, die dann unter der Bezeichnung "Red Hat Developer Studio" aus dem JBoss-Portal geladen werden kann.

Auch wenn den Angaben zufolge kein Geld geflossen ist, so haben die Vereinbarungen zwischen Red Hat und Exadel dennoch nahezu Übernahmecharakter: Sie sehen vor, dass Exadel die Namensrechte an seinen Produkten behält, während Red Hat das Hosting der Open-Source-Versionen übernimmt, Ingenieursleistung in die Produktentwicklung steckt und deren künftige Ausrichtung maßgeblich bestimmt und kontrolliert.

Kompletter Open-Source-Stack

Die strategische Bedeutung des Abkommens wird deutlich, wenn man bedenkt, dass Red Hat das Prinzip der bewährten Plug-in-Mechanismen von Eclipse nun quasi kopiert und so über die Teilnahme von Drittanbietern eine neue Open-Source-Community aufbauen will. Der Reiz einer solchen Plattform besteht darin, dass sie im Gegensatz zu Eclipse nicht nur Entwicklungswerkzeuge, sondern auch eine komplette Laufzeitumgebung samt Betriebssystem und Applikations-Server bietet, die jeweils aufeinander abgestimmt sind. Eine solche Konstellation kennt man nur von Microsoft. (ue)