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25.04.2006

JDA Software will Manugistics schlucken

211 Millionen Dollar sind für den SCM-Spezialisten geboten. Auch ein privater Investor will sich beteiligen.

Der US-amerikanische Softwareanbieter JDA Software Group will den Supply-Chain-Management-Spezialisten (SCM) Manugistics für 211 Millionen Dollar in bar übernehmen. Damit zahlt der Anbieter von Business Software für den Handel und das produzierende Gewerbe 2,50 Dollar je Manugistics-Aktie - ein Aufschlag von rund sechs Prozent auf den Schlusskurs am Tag vor Bekanntgabe des Deals. Das Geschäft soll im zweiten oder dritten Quartal des laufenden Jahres unter Dach und Fach gebracht werden. Eine offizielle Reaktion des Manugistics-Managements stand bis Redaktionsschluss noch aus.

Mit der Fusion beider Anbieter würde ein Softwareunternehmen mit einem geschätzten Jahresumsatz von 390 Millionen Dollar und rund 5500 Kunden entstehen. JDA meldete für das vergangene Geschäftsjahr Einnahmen von 213,4 Millionen Dollar, Manugistics kam auf 174,2 Millionen Dollar. Die JDA-Verantwortlichen rechnen damit, bereits in den ersten zwölf Monaten nach Abschluss des Geschäfts die Kosten des Gesamtunternehmens um 25 bis 30 Millionen Dollar drosseln zu können. Vorerst muss der US-Hersteller jedoch Schulden aufnehmen, um den Deal zu finanzieren. In welcher Höhe, wollte das Management nicht offen legen. Offenbar hat auch ein Privatinvestor Interesse an der fortschreitenden Konsolidierung unter den Anbietern für Business Software. Thomas Cressey Equity Partners wollen sich mit 50 Millionen Dollar an dem künftigen Unternehmen beteiligen, vorausgesetzt die Fusion klappt.

Allerdings startet JDA wenig verheißungsvoll in die gemeinsame Zukunft mit Manugistics. Für das erste Quartal 2006 meldete der Anbieter einen Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahr von fünf Prozent auf 47,9 Millionen Dollar. Der Profit brach im Jahresvergleich um 31 Prozent auf 487 000 Dollar beziehungsweise zwei Cent je Aktie ein. Analysten hatten im Vorfeld noch mit Einnahmen von 52,4 Millionen Dollar und einem Gewinn von elf Cent je Papier gerechnet. JDA-Chef Hamish Brewer sprach von einem enttäuschenden Start ins Jahr 2006. Grund dafür sei, dass eine Reihe von neuen Verträgen nicht mehr rechtzeitig im zurückliegenden Quartal abgeschlossen werden konnten. Einige Verhandlungen schleppten sich bereits seit dem vierten Quartal des vergangenen Jahres dahin.

Dagegen scheint sich der zuletzt ins Schlingern geratene SCM-Anbieter Manugistics wieder zu stabilisieren. Für sein viertes Fiskal-Quartal erwarten die Verantwortlichen einen Gewinn zwischen 2,5 und 3,5 Millionen Dollar. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres verzeichnete das Unternehmen noch einen Verlust von 17,2 Millionen Dollar. Der Umsatz soll sich auf 44 bis 46,5 Millionen Dollar belaufen, nach 45,2 Millionen Dollar im Vorjahresquartal. Analysten hatten mit Einnahmen von 42,1 Millionen Dollar kalkuliert. Als erfreulich bewertete CEO Joe Cowan vor allem die steigenden Lizenzeinnahmen, die auf neun bis zehn Millionen Dollar taxiert werden. Im Vorjahr waren unter diesem Posten 8,1 Millionen Dollar verbucht worden. (ba)