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21.04.1989 - 

Neues Konzept soll Engpässen bei DB-Abfragen vorbeugen:

Jede Workstation erhält ihr eigenes RDBMS

LONDON (IDG) - Mit dem Datenbankeinsatz auf der Basis einer traditionellen Mikrocomputer-gestützten Client-Server-Architektur will das Londoner Softwarehaus Business Software International (BSI) aufräumen. Das relationale Datenbank-Management-System "Data - club" zerlegt die Datenbank in Komponenten und verteilt sie auf die Workstations im Netz.

Somit hat jede einzelne Workstation einen Teil der Datenbank auf der lokalen Festplatte. Sobald ein Anwender Informationen benötigt, die sich nicht im eigenen Speicher befinden, startet das RDBMS eine netzwerkweite SQL-Abfrage. Theoretisch erhöhe sich mit jeder zusätzlich angeschlossenen Hardware-Einheit die Systemgeschwindigkeit, so der Hersteller, weil die Daten auf immer mehr Workstations verteilt werden. Im Gegensatz dazu würde in einem traditionellen Netzwerk die Verarbeitungsgeschwindigkeit mit jedem neuen Anschluß sinken, weil dieser wieder eine Zusatzbelastung für den Server bedeute.

Die Funktionsfähigkeit der Neuentwicklung, die sich in erster Linie an Macintosh-Benutzer richtet, muß erst noch in Tests überprüft werden. Jedenfalls trage Dataclub aufgrund der verteilten Datenhaltung zur Reduzierung von Engpässen im Netzwerk bei, so BSI-Chef Nick Powell. Im File-Server-Modell würden vollständige Dateien an die Workstations geschickt, was bei mehreren Anfragen zu einem Zusammenbruch des Netzes führen könne.

Auch mit Hilfe der neuen Strategie, die Netzwerkprobleme über einen Backend-Datenbank-Server zu lösen, werden seiner Meinung nach die Vorteile der Parallelverarbeitung nicht ausgeschöpft. Die Probleme würden sich hier lediglich vom Netzwerk auf den Server verlagern.

Das Produkt besteht aus zwei Komponenten, dem Fragment Manager - die lokale RDBMS auf jeder Workstation - und dem Data Navigator, der die SQL-Anfragen an eine oder mehrere Workstations übermittelt. Das LAN kann laut Hersteller als fehlertolerantes RDBMS mit Backup-Funktionen für jede einzelne Datenbank- Komponente konfiguriert werden.