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21.03.1975 - 

Voraussetzung für Arbeitsmarktanalyse per EDV:

Jedem Beruf seine Europa-Nummer

BRÜSSEL - Um die Verständigungsschwierigkeiten zu beheben, die sich aus den unterschiedlichen Berufsbezeichnungen in den verschiedenen Sprachen der EG-Länder und aus der Verwendung unterschiedlicher nationaler Berufsklassitizierungen ergeben, wurde das System Sedoc geschaffen. Es besteht im wesentlichen aus einem mehrsprachigen Register der Berufe und Berufstätigkeiten, das sowohl alphabetisch als auch systematisch geordnet ist. Jedem Beruf ist eine EG-Kennziffer zugeordnet, die den Beruf für alle Länder und jeden Sprachbereich unmißverständlich bezeichnet.

0-83.10 heißt Systemanalytiker

In den Registern kann also nachgeschlagen werden, welcher Beruf sich unter der EG-Code-Nummer 0-83.10 verbirgt (Systemanalytiker), welche Nummer dieser Beruf nach der holländischen Klassifikation hat (11 .21 ) oder wie die italienische Bezeichnung lautet (analista). Damit sind die Voraussetzungen geschaffen, um mittels EDV die Statistiken der einzelnen Staaten vergleichbar zu machen. Weitere Ziele des Sedoc-Systems: durch monatliche Meldungen nach einheitlichem Schema die Arbeitsmärkte der Gemeinschaft transparent zu machen und die Arbeitsverwaltungen zur Beurteilung der Marktlage nach europäischen Gesichtspunkten zu veranlassen.

Verzeichnis der offenen Stellen

Jede Arbeitsverwaltung, in Deutschland beispielsweise die Bundesanstalt für Arbeit in Nürnberg, meldet monatlich den anderen Arbeitsverwaltungen sowie dem EG-Koordinierungsbüro die offenen Stellen, die mit Kräften aus dem eigenen Land nicht besetzt werden können sowie die Bewerber, die im eigenen Land keine Stelle finden und bereit sind, im Ausland zu arbeiten.

Ergänzt wird das Berufsverzeichnis durch eine "Allgemeine Systematik der Wirtschaftszweige in der europäischen Gemeinschaft" (NACE), so daß außer dem Beruf auch die gewünschte Branche codiert werden kann.

Sedoc und NACE sind weitere Schritte in Richtung auf einheitliche europäische Nummern- und Codierungssysteme, wie sie beim Zolltarif und der Außenhandels-statistik seit Jahresbeginn vorhanden sind. Sie erleichtern nicht nur den Informationsaustausch zwischen den EG-Ländern. Sie helfen auch all denen, die beispielsweise bei der Marktforschfung Unterlagen aus verschiedenen Ländern gegenüberstellen müssen. -py