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30.10.1998 - 

Gastkommentar

Jeder selbst verantwortlich

Die Zeiten, in denen Arbeitgeber wie auf dem Silbertablett mehrtägige Seminare im Schloßhotel präsentiert haben, die Mitarbeiter sich aber hauptsächlich für das Rahmenprogramm interessierten, sind vorbei. Das heißt jedoch nicht, daß Weiterbildung generell unwichtig geworden ist - im Gegenteil: Lebenslanges Lernen wird allmählich zur Selbstverständlichkeit. Ein neues Schlagwort dazu heißt "Employability" - Eigenverantwortung für die Sicherung der persönlichen Beschäftigungschance.

Kontinuierlich an seiner fachlichen, methodischen oder sozialen Kompetenz arbeiten zu müssen ist nichts Neues. Doch wieso ist es, wie manche offenbar immer noch glauben, eine Aufgabe allein des Arbeitgebers, den Arbeitnehmern die Zukunftssicherung im Arbeitsmarkt zu ermöglichen? Wer die Frage für verfehlt hält, liegt falsch. Natürlich wird der Druck auf den Arbeitnehmer immer größer - aber genau dem kann er durch selbstgesteuerte Weiterentwicklung entgegenwirken - Employability eben.

Gefragt sind heute das Miteinander und das Denken in Zukunftsmärkten. Wer weiß denn, ob Programmierer in fünf Jahren noch gebraucht werden? Der Arbeitgeber hat ein natürliches Interesse an den besten Mitarbeitern, damit sich das Unternehmen im Markt behaupten kann. Und der Mitarbeiter muß ein Interesse an seiner bestmöglichen Positionierung im Arbeitsmarkt haben.

Damit gehen neue Formen der Weiterbildung einher. Was spricht dagegen, daß der Arbeitgeber die Kosten der Seminare trägt und der Mitarbeiter dafür einen Teil seiner Freizeit opfert? Schon jetzt sind freiwillige Qualifizierungen nach Feierabend oder am Wochenende ein Trend. Wer wartet, was der Arbeitgeber ihm vorlegt, hat längst verloren.