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28.01.1977 - 

Materialwirtschaft bei Klein- und Mittelbetrieben:

Jeder vierte macht MW per DV

Ein heißes Eisen haben sich G. Bänsch und H. Salewski mit ihrer Abschlußarbeit an der Fachhochschule Furtwangen herausgegriffen. Ihr Thema: "Entwickeln einer modularen Anwendungskonzeption im Bereich Materialwirtschaft."

Zielgruppe dieser an neuesten amerikanischen Erkenntnissen orientierten Entwicklung sind Klein- und Mittelbetriebe mit einem Jahresumsatz zwischen 5 und 20 Millionen Mark. Diese Gruppe ist von besonderem Interesse, weil die Entwicklung auf dem Hardware-Markt sich zu ihren Gunsten verändert hat. Während in früheren Jahren nur Großbetriebe (Umsatz über 20 Millionen) sich die Übernahme der Materialwirtschaft (MW) auf EDV leisten konnten die damit verbundenen Kosten waren nur für Betriebe dieser Größenordnung tragbar -, ist dieses Gebiet nunmehr auch für Klein- und Mittelbetriebe attraktiv geworden.

Für eine verläßliche Abschätzung des zu erwartenden Marktpotentials wurde eine Anwender- und Marktanalyse mittels Fragebogen durchgeführt. Sie sollte dazu beitragen, daß das zu entwickelnde Software-Paket sich am eigentlichen Bedarf orientiert. Ziele dieser Analyse waren:

- Branchenunabhängige Untersuchung einer großen Zahl von Unternehmen,

- Durchführung einer innerbetrieblichen "Ist-Zustandsaufnahme" für die Verfahren im Bereich MW,

- Ermittlung potentieller Anwender.

Nach Auswertung der Antworten ergaben sich für die Industriebetriebe der genannten Zielgruppe die folgenden Werte:

- Zirka 80 Prozent dieser Unternehmen bedienen sich bereits der EDV, aber nur gut ein Drittel davon setzt die EDV auch für den Bereich MW ein.

- Diese Aussage läßt nun aufgrund der beschriebenen Entwicklung erwarten, daß sich in nächster Zukunft auch die bisher auf dem Gebiet der MW untätigen Unternehmen in verstärktem Ausmaß mit dieser Aufgabe beschäftigen werden. Dies bedeutet, daß potentielle Abnehmer für das zu entwickelnde Anwendungskonzept vorhanden sind!

Aus der eingangs genannten Aufgabenstellung lassen sich für das zu entwickelnde Konzept folgende allgemeinen Ziele ableiten:

- Diese Anwender brauchen für die MW eine modulare Anwender-Software, die sich weitgehend den betrieblichen Organisationsstrukturen anpaßt,

- Das System muß erweiterungsfähig und änderungsfreundlich sein,

- Der Einsatz der modularen Anwender-Software muß wirtschaftlichen Aspekten genügen.

Aus diesen Erkenntnissen heraus gilt es nun eine Grobkonzeption zu entwickeln, die als Basis für die Realisierung in den Anwenderbetrieben verwendet werden kann.

*Werner W. Kähni ist Wirtschaftsinformatiker