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05.03.1999 - 

Gemini Consulting räumt dem E-Commerce gute Chancen ein

Jeder zehnte Autofahrer würde seinen Wagen im Internet kaufen

MÜNCHEN (qua) - Die Autohändler werden ihre Rolle neu definieren müssen. Heute schon können sich zehn Prozent der deutschen Kfz-Nutzer einen Autokauf via Internet vorstellen. Dieses Fazit zieht die Gemini Consulting GmbH, Bad Homburg, aus den Ergebnissen einer Studie, die sie gemeinsam mit Cap Gemini und der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), Nürnberg, unternommen hat.

Mazda-Fahrer stehen, so belegt die Studie, dem Internet aufgeschlossener gegenüber als die Kunden von Mercedes-Benz: Zwei von fünf Nutzern der japanischen Mittelklasse-Autos surfen demzufolge bereits im Netz der Netze, wo sie nur jedem vierten Besitzer einer der Nobelkarossen mit dem Stern begegnen könnten. Generell aber bestätigte die "Automotive Electronic Commerce Enquête 1998" die Binsenweisheit, daß sich Web-Surfer durch höheren Bildungsgrad und üppigeres Einkommen auszeichnen.

Für die Studie befragte Gemini Consulting insgesamt 1031 Autonutzer in Deutschland zu ihren Informationsquellen, den Motivationsfaktoren für die Nutzung des Internet, der Zufriedenheit mit den Web-Sites der Kfz-Anbieter und der Bereitschaft, über das Internet automobilbezogene Dienstleistungen zu kaufen. Den Ergebnissen der Interviews zufolge nutzen drei von zehn Befragten das Internet als Informationsquelle. Von dieser Gruppe gaben 55 Prozent an, das Web bei künftigen Entscheidungen für einen Autokauf konsultieren zu wollen.

Was die Bedeutung des Online-Mediums angeht, sind die Internet- Surfer unter den deutschen Automobilisten noch unentschlossen. Von denjenigen, die in den nächsten zwölf Monaten ein Auto anschaffen wollten, räumte immerhin jeder vierte ein, das Internet sei im Hinblick auf die Kaufentscheidung "wichtig" oder sogar "sehr wichtig". Tendenziell schätzen immer mehr potentielle Autokäufer die Möglichkeit, mit Hilfe des Internet dem Druck durch den Verkäufer aus dem Weg zu gehen, wenn er sich zunächst nur informieren möchte.

Als Schwarzes Brett für Marketing-Informationen nutzen die Automobilhersteller das Internet schon lange. Offenbar werden diese Angebote von den deutschen Kunden auch angenommen. Das gilt insbesondere für die heimischen Anbieter VW, BMW, Audi, Mercedes- Benz und Opel. Deren Web-Sites erhalten auch weitgehend positive Bewertungen.

Vor dem Vertrieb via WWW schrecken die Produzenten bislang aber noch zurück. Zum einen dürfen sie ihre Händler nicht verärgern, zum andern wollen sie die nationalen Unterschiede in der Preisfindung nicht transparent machen. Sollten jedoch US-Beispiele wie "Carpoint" von GE Capital oder "Auto by tell" von Microsoft auch hierzulande Schule machen, so werden sich die Hersteller dem neuen Vertriebskanal nicht verschließen können, prophezeit Gemini- Consulting-Principal Michael Brandenburg.