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14.12.1984 - 

Schaltkreise für Rüstungsunternehmen ungenügend getestet:

Jetzt auch "Chip-Affäre" bei Fairchild

MÜNCHEN (ih) - Jetzt hat es auch das Halbleiter-Unternehmen Fairchild erwischt: Die Tochter des US-Konzerns Schlumberger mußte das US-Verteidigungsministerium davon unterrichten, daß Lieferungen bestimmter Schaltkreise an Rüstungsunternehmen wahrscheinlich nicht den vorgeschriebenen Tests unterzogen wurden.

Auf diese Mitteilung des Halbleiter-Konzerns ordnete die US-Regierung an, die Auslieferung so lange zu stoppen, bis Fairchild einen Prüfbericht vorlegt. Dieser wurde für Mitte Januar des kommenden Jahres vom Unternehmen zugesagt. Damit ist Fairchild nach Texas Instruments (siehe CW Nr. 40) und Signetics Corp. die dritte amerikanische Elektronik-Firma, die in Verdacht steht, für Mikrochips im Rüstungsbereich notwendige Qualitätskontrollen nicht oder nur schlampig durchgeführt zu haben.

Die betroffenen Schaltkreise werden unter anderem in Waffen- und nachrichtendienstlichen Systemen sowie bei der Luftwaffe eingesetzt. Allerdings sind nach einem Bericht des "Wall Street Journals" bisher noch keine Versagen wegen defekter Chips bekanntgeworden. Während sich Fairchild nicht bereit erklärte, zu dem Geschehen Stellung

zu nehmen, erklärte ein Sprecher des Pentagon, das Unternehmen untersuche derzeit noch das Ausmaß der aufgetretenen Testprobleme.

Bis jetzt ist noch nicht publik, wie viele Mikrochips von der Schlamperei betroffen sein könnten. Bei TI standen 4700 Teile unter dem Verdacht, nicht ausreichend getestet worden zu sein, bei Signetics waren es 2460.