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06.06.2006

Jetzt geht es endlich los!

Karl-Erich Weber, Jahrgang 1959, ist Kaufmann, Autor, freier Journalist und Redakteur. Hauptberuflich seit 1991 mit ITK und Unterhaltungselektronik befasst, schreibt er seit 1998 für unsere Redaktion. Seine ITK-Lieblingsthemen sind die News, Analysen und Projektionen aus Wirtschaft, Markt und Fachhandel sowie die Hersteller mit ihren Produkten. Zudem bloggt, kritisiert und kommentiert er leidenschaftlich Medien und Politik. 

Gut, dass wir auf die Hersteller und Distributoren gehört haben. Nachdem wir jetzt ja alle unser Geschäfte dank des runden Balles sanieren konnten, sämtliche Eintrittskarten verteilt oder gewonnen haben und die ganze Fußball- und IT-Händlerwelt auf einer rosaroten Wolke jamaikanischer Gewürzhändler zu schweben scheint, geht es endlich los.

Das Hammerlos gegen Costa Rica wurde vom deutschen Trainergespann in der Vorbereitungsphase mit dem Spiel gegen Luckenwalde trainiert. Danach ging mit den Nationalkickern und ihrer heimlichen Hymne "Mit dem Scheck in der Hand und dem Wadenkrampf im Bein" medialeuphorisch die Telekom ab. Der einzig ernst zu nehmende Testspielgegner hieß Japan, und hätten Nippons Söhne vor lauter Angst, gegen Deutschland zu gewinnen, nicht die Bremse eingelegt, es wären mit Sicherheit 10.000 Plasma-TVs weniger verkauft worden.

Jetzt scheint es so, dass nach dem schmeichelhaften 3:0 gegen Kolumbien der Werbe-Overkill weitergeht. Geschäftsöffnungen bis 24 Uhr während der WM sind keine Einzelfälle, und ich rede nicht von Kneipen, sondern von Metro und Ikea. Und Städte, die meilenweit von Fußball entfernt sind, stellen in den Fußgängerzonen Pappkameraden mit Trikots aus aller Welt auf. Wenn das mal nicht nach hinten losgeht.

In den Bannmeilen darf angeblich nur aus Plastik getrunken werden, Videoleinwände auf öffentlichen Plätzen werden eingezäunt und von Security-Leuten bewacht. Überall hängen Überwachungskameras oder stehen Beobachtungsposten in Zivil. Jeder Sitzplatz im Stadion ist einer bestimmten Person zugeordnet. Alle sind erfasst, bis auf die Gefährlichsten, die haben diplomatischen Status oder Ehrenkarten. Das erinnert irgendwie an Osteuropa in den Siebzigern. Aber vor Terroristen muss man wirklich Angst haben, beispielsweise vor den akustischen mit dem Mikrofon oder den penetranten von der Werbung.

Mein Fazit: Der Techno-Hype zur WM für UE und IT ist geplatzt wie eine Seifenblase, und der Preisverfall hat schon begonnen. Hoffen wir das Beste!

Bis demnächst, Euer Querschläger!

Der ComputerPartner-Autor "Querschläger" ist ein Fachhändler aus Rheinland-Pfalz.