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18.05.1984 - 

Glasfaserprojekt:

Jetzt Ministerentscheidung fällig

18.05.1984

BERLIN (bi) - Die Befürworter einer Glasfaserfertigung in Berlin geben nicht auf, obwohl das ins Auge gefaßte Gemeinschaftsprojekt der fünf Unternehmen AEG, Kabelmetal, PKI (Philips), SEL und Siemens allem Anschein nach gescheitert ist. Das Bundeskartellamt wird noch in dieser Woche die gesetzliche Abmahnung an die Antragsteller verschicken.

Der Berliner Wirtschaftssenator Elmar Pieroth hat einer VWD-Meldung zufolge mit großem Bedauern davon Kenntnis genommen, daß das Projekt der Fünf in der vorgesehenen Form offensichtlich nicht institutionalisiert werden kann. Das Kartellamt hatte nach langem Zögern von der Industrie erbetenen Ende vergangener Woche mitgeteilt, daß die geplante Zusammenarbeit der Fünf in der Glasfaserproduktion kartellrechtlich nicht legalisierbar sei. Den Unternehmen war von den Wettbewerbshütern nahegelegt worden, das Projekt mit einem reduzierten Gesellschafterkreis zu starten. Darauf jedoch wollten die Unternehmen sich bis jetzt wohl nicht einlassen.

Wie sich der Berlinbeauftragte der Siemens AG Hans Hugo Schlitzberger der COMPUTERWOCHE gegenüber äußerte, werde man nun versuchen, eine "Ministergenehmigung" zu erwirken. Auch SEL-Vorstandsmitglied Roland Mecklinger signalisierte auf der Bilanzpressekonferenz in Stuttgart Härte. Entweder werde man in der vorgesehenen Konstellation starten, oder die Bundesrepublik werde eben keine Glasfaserproduktion haben. Der Berliner Senatsdirektor beim Wirtschaftssenator, Günter Rexrodt, ist auch "noch nicht" bereit anzunehmen, daß das Glasfaserprojekt nicht realisiert werden kann. Man müsse abwarten, was die Ministerentscheidung herbeiführt.