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02.09.1983 - 

Mobile Computer nehmen die Angst vor der Inventur und beschleunigen die Auslieferung:

Jetzt räumen Mikros im Lager(un)wesen auf

Die Kosten für eine Verbundlösung im Lagerwesen gehen normalerweise in die Millionen Mark, sie sind nur für sehr große Unternehmen rentabel. Doch der rasche Fortschritt der Mikrocomputertechnologie und die stark gesunkenen Hardwarepreise machen es zunehmend möglich, daß auch kleine Unternehmen sich DV-Lösungen zur Rationalisierung ihrer Läger leisten können.

Schon mit dem Aufkommen der Datenverarbeitung begannen große Unternehmen ihr Lagerwesen zu computerisieren. In den heutigen modernen Hochregallägern werden prozeßgesteuerte RFZ (Regalförderzeuge) eingesetzt, die Waren einlagern, bestimmte Mengen

entnehmen und so für Warenfluß sorgen. Die Prozeßrechner dienen zu Registrierung der Bewegungen und Mengen der Waren. Durch den Verbund mit Datenverarbeitungsanlagen entsteht so ein "transparentes" Lager, in dem zu jeder Zeit aktuelle Daten wie Teile-, Mindest- und Gesamtbestand, Bestellmenge, Warenwert oder Einlagerdatum abgefragt werden können.

Da im Lager ein großer Anteil an Kapital gebunden ist, müssen aber auch weniger finanzkräftige Unternehmen versuchen, DV einzusetzen Mit den jetzt am Markt erhältlichen preiswerteren Lösungen per Mikrocomputer können nun auch kleinere Betriebe ihre Läger "aufräumen".

So hat Epson beispielsweise den HX-20 mit eingebautem Drucker einsetzbarem Mikrokassettenlaufwerk und LCD-Display sowie einen Tischcomputer Qx-10 mit Bildschirm, Tastatur und zwei Diskettenlaufwerken. Diese Hardwarekonfiguration einschließlich Drucker ist für rund 13 000 Mark erhältlich.

Durch entsprechende Softwarepakete ist es nun möglich, die Mikrocomputer für das Lagerwesen einzusetzen:

Auf dem Tischcomputer Qx-10 wird für jeden Artikel ein Datensatz angelegt, der individuell aufgebaut werden kann. Mit dem mobilen Mikrocomputer kann vor Ort, das heißt bei Entnahme einer Ware, Artikelnummer, Menge und andere artikelspezifische Daten eingegeben werden. Mit einem als Option erhältlichen Barcode-Lesestift entfällt diese Eingabe per Hand, wenn die Artikel mit einem Barcode ausgestattet sind. Diese Daten können nun von dem mobilen Mikrocomputer auf den Tischcomputer übertragen werden. Der Tischcomputer wird die Artikel aktualisieren und individuell, eventuell über ein Kalkulationsprogramm weiterverarbeiten. Als Standardsoftware wird darüber hinaus ein Textprogramm vorbereitet, mit Hilfe dessen kundenspezifische Daten e. stellt, das

heißt, zum Beispiel Rechnungen geschrieben werden können.

Inventuren verlieren ihren Schrecken, da durch die mobile Erfassung das Ausfüllen von Listen entfällt. Die anschließende Rechenarbeit wird dann von dem Tischcomputer übernommen. Auch sind weitere Anwendungen durchführbar. So ist es denkbar, den mobilen Computer schon vor Ort beim Kunden einzusetzen, das heißt, Bestellungen über einen Akustikkoppler mittels Telefon in der Zentrale abzuwickeln.

Da eine bidirektionale Übertragung möglich ist, wird der Lagerbestand und weitere Daten auch auf dem mobilen Computer dargestellt und, wenn notwendig, ausgedruckt.

* Detlef Herb ist Mitarbeiter der Epson Deutschland GmbH