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29.08.1980 - 

Computer Associates machen sich zum Sprecher der Systemsoftware-Branche:

Job Accounting enthüllt DV-Unzulänglichkeiten 1. Teil

DARMSTADT (je) - Der neue Typ von Führungskraft in den achtziger Jahren wird mehr über EDV wissen und dem DV-Management gezielte Fragen in dieser Richtung stellen. Ebenso wird er vom RZ-Betrieb verlangen, daß dieser zielorientiert geführt - und dies mit Hilfe von Job Accounting hieb- und stichfest nachgewiesen - wird. Diese Meinung vertritt die Computer Associates GmbH, Darmstadt, einer der Anbieter von Systemsoftware für IBM-Rechner, im folgenden Beitrag.

In diesem Jahr werden über 90 Milliarden Mark für Datenverarbeitung in der Industrie, bei Regierungsstellen und im Erziehungswesen ausgegeben werden. Diese Zahl steigt sprunghaft an. Innerhalb einzelner Betriebe ist des Budget für Datenverarbeitung als Prozentsatz der Allgemeinkosten gesehen über die Jahre hinweg ständig gestiegen.

Doch: Wie effizient sind diese Budgets denn eigentlich verwendet worden? Hat man zuviel oder zuwenig investiert? Lagen die Hardware-Konfigurationen richtig, so daß sie den Erfordernissen des Betriebs gerecht werden konnten? Wurden die Systeme wirtschaftlich ausgenützt? Wie können die Betriebsrevisoren von heute feststellen, ob Firmeninteressen in ausreichendem Maß geschützt und ob menschliche und Hardware-Resourcen nutzbringend eingesetzt wurden?

Langwieriges Umsteigen

Die Zeit, in der die DV von einer Aura des Mystischen umgeben wer ist so ziemlich vorbei. Die Unternehmensführung von heute verlangt eine Begründung für den DV-Aufwand; und sogar des DV-Management selbst, als sich bisher hinsichtlich des Themas Kosteneffektivität beharrlich ausschwieg, bemüht sich heute um Rechtfertigung seiner Betriebskosten.

Realistische und klare Antworten auf die oben gestellten Fragen können den Weg zu erheblichen Einsparungen weisen. Eine Hardware-Aufstockung beispielsweise auf einen leistungsstärkeren Computer und die entsprechenden peripheren Geräte können eine Stange Geld kosten, und dies obwohl die neueste Entwicklung in der Hardwarekonstruktion zunehmend mehr Leistung für die aufgewendete Kaufsumme garantiert.

Ein Umsteigen von einem Betriebssystem auf ein anderes kann eine Modifizierung bestehender Programme erforderlich machen - ein Unternehmen, das hinsichtlich Umstellungskosten über ein oder zwei Jahre hinweg oder noch länger in die Hunderttausende von Mark gehen kann. Ist dieser Aufwand gerechtfertigt?

Ein weiteres wichtiges Gebiet, das von der Qualität der Datenverarbeitungsdienste direkt beeinflußt wird, ist die eigentliche Führung des Betriebes. Fundamentale betriebliche Funktionen, wie Debitoren, Lagerbestand und Auftragserfassung, können bei ungenügender DV-Unterstützung bedeutende Verluste für das Unternehmen nach sich ziehen.

Schludrige Planung der DV-Produktionsarbeit, nachlässige betriebliche Überwachung, zuviel Wiederholungsläufe von Anwendungsprogrammen, Rechnerzusammenbrüche aufgrund von Fehlern in nicht ausreichend geprüfter Software, - alles dies und noch mehr kann bei der Datenverarbeitung auf lange Zeit einen Arbeitstau hervorrufen.

Untragbare Verspätungen

Man vergegenwärtige sich einmal die Folgen, wenn Auftragserfassungsabläufe oder die Rechnungsausstellung (bei ungünstiger Cash Flow-Situation!) durch Engpässe im System aufgehalten werden. Lagerbestandsaufnahmen, die eine Woche oder zwei im Rückstand sind, können dem Unternehmen in vielfacher Hinsicht Schaden zufügen.

Ein Problem dabei ist, daß Unternehmensführungen häufige Verspätungen in der DV weithin noch als normal und daher auch als betrieblich tragbar hinnehmen. Die Zeiten haben sich aber geändert. Wie kann die Unternehmensführung feststellen, bis zu welchem Grade die Unternehmensinformatik effizient gehandhabt wird? Wie kann des Management zukünftige Erfordernisse vorplanen und dabei sicherstellen, daß des Budget für Programmierungs- und Hardwareresourcen auch den DV-Erfordernissen des Unternehmens angepaßt ist?

Oft schon hat man versucht, dieses Problem konkret zu lösen. Die Ergebnisse waren jedoch alles andere als zufriedenstellend. Die Betriebssysteme mancher Computerhersteller generieren ein bestimmtes Maß an Job Accounting-Information; doch sind diese Daten weder genügend organisiert noch in aussagekräftige und rechtzeitige Berichte gefaßt.

Kostspielige Monitoren

Desgleichen gibt es sogenannte " Hardware- und Software-Monitoren". Diese entnehmen der Performance der einzelnen Computersystem-Komponenten Stichproben, zeigen aber nicht auf, bis zu welchen Grad des Computersystem produktiv ausgenützt wird. Dazu kommt noch, daß sie ziemlich teuer sind.

Es gibt jedoch eine Methode, die mehr und mehr an Boden gewinnt: das sogenannte Job Accounting System. Sie ist bei weitem die billigste unter den verfügbaren Methoden und bietet wesentlich bessere Möglichkeiten, praktische Überlegungen über die Einsatzweise des Rechners anzustellen.

Das Job Accounting System bedient sich der durch den Primärrechner bereits generierten Abrechnungsdaten und teilt diese Daten nach Job oder Teilaufgabe ein. Die Summe dieser Abrechnungsdaten auf täglicher oder Vergangenheitsbasis wird dann zu aussagekräftigen Berichten zusammengefaßt, die dem Benutzer darüber Aufschluß geben wie effizient seine gesamte DV arbeitet und was man zu ihrer Verbesserung tun kann.

Auf diesem Wege wird beispielsweise erkennbar, wie wirtschaftlich die verschiedenen Hardware-Komponenten des Systems ausgenutzt werden. Es stellt sich heraus, ob das Ausbildungspersonal den nötigen Ausbildungsstand besitzt oder nicht. Klar wird auch die Effizienz - oder deren Fehlen - der Anwendungsprogramme.

Viele aufwendig eingerichtete DV-Zentren haben den Wert des Job Accounting Systems schätzen gelernt und sind darangegangen, eigene Systeme zu schaffen. Doch sind die Vorgänge innerhalb eines Rechners von sehr komplexer Art - insbesondere im Mehrprogrammbetrieb. Ihre zielsichere Isolierung oder Identifizierung ohne darauf zugeschnittene Hilfen ist ein Ding der Unmöglichkeit.

Job Accounting-Pakete von Softwarehäusern

Die hierbei erforderlichen Programmierresourcen sind außerhalb der Tätigkeitssphäre des engagierten Systemsoftwareanbieters normalerweise nicht anzutreffen.

Es gibt jedoch verschiedene Job Accounting Systeme, die über Softwarehäuser erhältlich sind. Bei diesen Paketen handelt es sich um fertige abgeschlossene Programmerzeugnisse, die installations- und betriebsfertig sind. Meist werden dabei umfangreiche Anleitungen mitgeliefert, die den Betrieb des Systems ohne fremde Hilfe gewährleisten sollen.

Einer der vielen Vorteile der Pakete ist der, daß ihre Anschaffung weit weniger kostet als die Herstellung von Programmen im eigenen Unternehmen. Da sie dazu noch den Erfordernissen einer großen Anzahl weiterer Anwender entsprechen und ständig durch die Entwicklungsfirma weiterentwickelt werden, kann man annehmen, daß sie auch wesentlich effizienter sind.

Verschiedentlich wird darauf hingewiesen, daß manche DV-Manager der Anschaffung eines solchen Systems wenig freundlich gegenüberstünden, denn es könnte ja die bisherige ineffiziente Handhabung des RZs bloßstellen. Diese Leute sind bestimmt in der Minderzahl. Die meisten DV-Manager haben genug Fachverstand, daß sie alles Verfügbare einsetzen, was die Effizienz des Systems anheben kann.

Ein leistungsstarkes Job Accounting System kann für eine ganze Reihe von Aufgaben eingesetzt werden und Antwort auf folgende Fragen geben:

- Wie verteilt sich der tägliche Arbeitsanfall?

- Wer sind die größten Verbraucher?

- Welche von diesen belegen die meisten Resourcen?

- Wie ist des Produktivitätsgefälle von Schicht zu Schicht?

- In welchem Umfang werden Peripheriegeräte eingesetzt?

- Was sind die Hauptgründe für Programmabbrüche ?

- Wo liegt das höchstmögliche Multiprogramming- Niveau des Systems?

- Wieviel Zeit wird für das Ausprüfen aufgewendet?

- Wann liegt das System still und wie lange?

- Wie wird die Performance durch Fernverarbeitung und Seitenwechsel

beeinflußt?

Wird fortgesetzt