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19.12.1980 - 

Ex-IBMer entwickeln JSS, um aus einem "Datensystem" eine DV-Anlage zu machen:

Job Control bringt IBM 5280 näher an die /34

DÜSSELDORF- "Aus einer IBM 5280 macht unser ,Job Stream Supervisor' zwar noch kein System /34, doch viele, die jetzt noch auf eine /34 angewiesen sind, können mit ihm ihre Anwendungen billiger realisieren." So stellt Victor Smouse den von der Software Systems Inc., Jefferson City (Missouri), entwickelten "Job Stream Supervisor" (JSS) auf dem deutschen Markt vor.

Smouse leitet die Düsseldorfer Dependance des Büros für Informatik und Betriebswirtschaft (Hauptsitz Rheinfelden), das von Software Systems zum autorisierten Vertreiber von JSS ausgewählt wurde. Software Systems wiederum ist - so Smouse- "eine kleine Elitegruppe von ehemahligen IBM-Mitarbeitern, die sich auf Systemsoftware für IBM-Basisdatenverarbeitungs-Produkte spezialisiert haben".

Nach Meinung vieler, erläuterte Smouse, besteht unterhalb des Systems /34 im IBM-Angebot derzeit eine Lücke bis hinunter zum System 5110/5120. Wenn, wie überall zu hören sei, IBM für die 5280 mehr Kernspeicher und eine Festplatte bringen würde, so würde diese Maßnahme zusammen mit dem Einsatz von JSS diese Lücke faktisch schließen. Ob IBM die 5280-Erweiterungen tatsächlich vornehmen wird, bleibe, so Smouse, der Spekulation überlassen.

Bekannte Konventionen

Mit JSS ist es nach Darstellung von Smouse möglich, Job-Abläufe auf der 5280 mit Menüs, Prozeduren und Kontrollanweisungen zu steuern, die denen der /34 entsprechen. JSS verwendet die /34-Konventionen für Menü-Verkettung, Standard-Parameter, Parameter-Substitution, Prozedur-Verschachtelung und bedingte Ausführung.

Damit, meint Smouse, erreicht "Job-Manager" JSS zweierlei:

- Mehrausnutzung der Maschinenkapazität, Reduzierung der Programmierung, Entlastung des Bedienungspersonals,

- Standardgefüge für die Eingliederung eigener oder externer Weiterentwicklungen in bestehende Applikationen (auf der Basis der bekannten Anweisungsformate und Konventionen der /34).

Für Anwender größerer 5280-Konfigurationen, unterstreicht Smouse, ist von Belang, daß JSS durch die Zuteilung der Systemkomponenten zu den Programmlaufzeiten praktisch ein Multiprocessing ermöglicht. Die Installation beschreibt der Anbieter so: Die Quell-Befehle der Job-Control-Prozeduren und der Menüs werden einmal als sequentielle Datei erstellt.

Der JSS-Compiler übersetzt diese dann in die entsprechende Prozedur-Bibliothek, die danach jederzeit den Job-Ablauf steuern kann. Wenn JSS einmal in eine Foreground-Partition geladen ist und der Operator sein "Sign-on" gemacht hat, kann er den auszuführenden Job spezifizieren oder ein Menü anzeigen. Der Supervisor wird über das normale SCP Load Prompt in die Partition geladen.

Version 2 fast fertig

Die Befehlsformate der Job-Control-Anweisungen sind an die der IBM-Systeme /32 und /34 angelehnt.

An Minimalkonfiguration wird benötigt: eine 5285 mit 48 KB Speicher ein Bildschirm mit 480 Zeichen, eine beliebige Tastatur und eine Disketteneinheit vom Typ 1. In den bisher

zehn Installationen des JSS (vorwiegend in USA), behauptet Smouse, hat sich bisher noch kein Fehler gezeigt. Derzeit sind die Amerikaner dabei der JSS-Version 1 eine zweite Version folgen zu lassen.

Mitte Dezember wurden die gebräuchlichen Utilities für BLDFILE, RENAME, DELETE, COPY und ERASE (File-Parameter) zugelegt, im Januar 1981 soll die Utility-Prozedur für einen selbständigen SORT folgen. Für die volle Version 2 wird dann noch erwartet:

// IF DATAF1-label

// GOTO + TAG

//LIBRARY

Standard-Menü-Option

9. Parameter

JSS kostet die einmalige Lizenzgebühr von 2400 Mark (für die erste CPU). Victor Smouse ist in Düsseldorf unter Telefon 59 34 56 erreichbar.