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17.02.2009

Jobauswahl für IT-Profis halbiert sich

Die Rezession schlägt auf den Arbeitsmarkt durch. Im Januar halbierte sich die Zahl der angebotenen IT-Stellen im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Schon die Jahresbilanz 2008 deutete darauf hin, dass sich auch der überhitzte IT-Stellenmarkt im Zuge der Wirtschaftskrise abkühlen wird. Erstmals seit vier Jahren war die Zahl der ausgeschriebenen Stellen um zwei Prozent zurückgegangen, Experten wie Arbeitsagentur-Chef Frank-Werner Weise und Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer rechneten aber nur mit einer leichten Abkühlung. Doch der Januar brachte einen Kälteschock, wie die Auswertung des Hamburger Personaldienstleisters Adecco ergab: Nur noch 1563 IT-Stellenanzeigen wurden in den untersuchten 40 Tageszeitungen und der computerwoche gefunden. Im Januar 2008 waren es mit 3129 IT-Offerten noch mehr als doppelt so viele.

Berater schrauben Personalsuche zurück

Nicht nur, dass viele große IT-Hersteller wie IBM, Microsoft oder SAP zahlreiche Stellen streichen. Auch die erfolgsverwöhnte Zunft der IT-Dienstleister und Beratungsunternehmen kämpft mit der Krise und reduziert ihre Suche nach neuen Mitarbeitern erheblich. So schrieben Software- und Beratungshäuser, die bislang mit Abstand den größten Bedarf an IT-Profis verzeichneten, im Januar nur noch 421 IT-Stellen aus und damit um 53 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. In anderen, von der Wirtschaftskrise gebeutelten Branchen marginalisierte sich die Zahl der freien Positionen: Ganze fünf IT-Stellen offerierten Banken im Januar, im Fahrzeugbau (19 Stellen), in der Telekommunikation (24 Stellen), im Maschinenbau (73 Stellen) und in der Elektronikbranche (80 Stellen) stellen sich die Jobchancen ähnlich düster dar. Im Vergleich zum Januar 2008 reduzierte sich die Zahl der angebotenen IT-Jobs in diesen Branchen um 50 bis 80 Prozent.

Einziger Fels in der Brandung bleibt der öffentliche Dienst, der nahezu konstant Informatiker sucht: Insbesondere Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Behörden brauchen IT-Profis. Im Januar wurden 320 IT-Stellen oder jeder fünfte IT-Job im öffentlichen Dienst angeboten, der somit zum zweitwichtigsten Arbeitgeber für Informatiker nach der Software- und Beratungsbranche aufsteigt.

Auch Ingenieure trifft die Wirtschaftskrise

Ein Blick auf die gefragten Fachrichtungen zeigt, dass nicht nur Informatiker, sondern auch Ingenieure in erheblich geringerem Umfang gesucht werden. So halbierte sich auch das Stellenangebot für Ingenieure von 4554 auf 2222 Positionen im Januar 2009.

Von den einzelnen IT-Berufen haben die Anwendungsentwickler (minus 52 Prozent) und die IT-Berater (minus 59 Prozent) am spürbarsten verloren. Auch System- und Datenbankspezialisten, Vertriebsexperten und Internet-Profis mussten sich im Januar mit einer reduzierten Jobauswahl begnügen. Netzwerkspezialisten scheinen kaum mehr über die Stellenmärkte der Tageszeitungen gesucht zu werden: Für sie gab es nur noch 24 Angebote.

Bayern bleibt ein gutes Pflaster

Einzig der öffentliche Dienst sucht konstant Informatiker. In anderen Branchen wie in der Finanzdienstleistung schaut es düster aus.
Einzig der öffentliche Dienst sucht konstant Informatiker. In anderen Branchen wie in der Finanzdienstleistung schaut es düster aus.

Nach Regionen ausgewertet, finden sich die meisten Jobofferten für IT-Experten immer noch in Süddeutschland, insbesondere in Bayern und Baden-Württemberg. Zusammen mit Hessen ist in diesen Bundesländern mehr als jede dritte IT-Stelle ausgeschrieben. Verhältnismäßig viele offene IT-Stellen gibt es darüber hinaus noch in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Sachsen, Berlin und Hamburg.