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29.01.1993 - 

Zusatzbedarf nur noch in der Beratung

Jobkrise: DV-Stellenangebote gingen um 28 Prozent zurueck

40 000 Datenverarbeiter zuwenig, hiess noch vor einigen Jahren die Prognose aus Nuernberg, die von interessierten Stellen oft und gerne zitiert wurde. Die Voraussagen sind stillschweigend in der Schublade verschwunden. Der Arbeitsmarkt hat andere Realitaeten geschaffen: Die Zahl der DV-Stellenangebote ist im vergangenen Jahr gegenueber 1991 um 28 Prozent von 20 225 auf 14 555 zurueckgegangen. Dies ermittelte der EMC Datenservice, Hamburg, im Auftrag der COMPUTERWOCHE. EMC wertete Stellenangebote aus 19 Tageszeitungen aus.

Der Rueckgang betraf in erster Linie DV-Seiteneinsteiger, zum Beispiel Ingenieure (minus fuenf Prozent) oder Betriebswirte (minus 3,2 Prozent). Insgesamt ging der Anteil der "sonstigen DV- Spezialisten" von 21 auf 15,5 Prozent zurueck.

Ansonsten dominierten in den Stellenannoncen Berufe, die sich seit Jahren etabliert haben. 19,5 Prozent (minus 0,1 Prozent) der Anzeigen richteten sich an DV-Vertriebsmitarbeiter, 11,9 Prozent (plus 1,3 Prozent) an Systemanalytiker, 7,6 Prozent (plus 1,5 Prozent) an Software-Ingenieure. Kaum gefragt waren Kommunikationsund PC-Spezialisten - die Nachfrage bewegte sich zwischen einem und zwei Prozent.

Die Krise in der Automobilindustrie, die zahlreiche Branchen mitbeeinflusst, wirkt sich nun auch auf den DV-Arbeitsmarkt aus. Im gesamten Metall- und Elektrosektor gibt es Stellenrueckgaenge zwischen einem und vier Prozent.

Gesucht werden AS/400- und SAP-Spezialisten

Ein Plus an freien Arbeitsplaetzen gegenueber 1991 meldeten dagegen Berater (plus 4,6 Prozent) sowie Finanzdienstleister (plus 1,2 Prozent). Auch der Handel, Verlage sowie Behoerden signalisierten Interesse an zusaetzlichen DV-Profis.

Diese Experten werden aber in erster Linie fuer die zentrale Datenverarbeitung eingesetzt, und weniger als frueher in den Fachbereichen. Auch hier sprechen die Zahlen eine deutliche Sprache: Das Finanz- und Rechnungswesen sowie Konstruktion und Logistik suchten um mehr als die Haelfte weniger Datenverarbeiter als noch vor einem Jahr. In Zahlen ausgedrueckt bedeutet dies einen Rueckgang von 1051 auf 346 Stellenangebote im Rechnungswesen und von 1715 auf 667 in der Logistik. Einzig die Org./DV-Abteilung legte als Nachfolger noch kraeftig zu, und zwar um acht Prozent, was jedoch nicht auf einen generellen Mehrbedarf zurueckzufuehren ist: Gesucht wurden ueberwiegend AS/400- und SAP-Spezialisten. Dies spiegele, so Marktkenner, eine momentane Mangelsituation wider. Eine Trendwende lasse sich daraus nicht ableiten.