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30.10.1987 - 

Berufsanfänger belagerten Karriere-Zentrum der COMPUTERWOCHE:

Jobs auf dem Tablett serviert

MÜNCHEN (ih) - Kaum eine Verschnaufpause gönnten Hochschulabsolventen und Jobeinsteiger den Personalreferenten aus 15 großen deutschen Unternehmen. Auf dem Karrierestand der COMPUTERWOCHE waren vor allem Ausbildungswege wie Trainee-Programme, Praktika und Training-on-the-Job sowie persönliche Berufschancen gefragt. Die CW-Redaktion ließ sich von den Beratern die ersten Eindrücke schildern.

Dr. Zbynek Sokolovsky

Bereich Electronic Banking Dresdner Bank Frankfurt

Vor allem Hochschulabsolventen im Bereich Informatik mit Betriebswirtschaftslehre informierten sich an unserem, Stand über berufliche Möglichkeiten. Von den bisher in zwei Tagen geführten rund 150 Gesprächen wurden 90 mit Hochschulabsolventen oder Studenten in höheren Semestern geführt. Wir sehen ein Problem in der Mobilität. Junge Leute, die im süddeutschen Raum studieren, gehen nicht gerne in norddeutsche Betriebe. Insgesamt waren wir mit der Atmosphäre hier auf dem Karrierestand sehr zufrieden. Es lief alles etwas professioneller als in Hannover ab. Auch hatten wir es hier fast ausschließlich mit Interessenten zu tun, für die die Datenverarbeitung kein Fremdwort ist. Wir konnten kaum Laufpublikum wie zum Beispiel Eltern registrieren, die sich frühzeitig um die Karriere ihrer Kinder kümmern wollten. Daß wenig DV-Profis ihren Weg zu uns finden würden, war uns schon vorher klar. Aber alles in allem sind wir sicher, aufgrund der Gespräche auf dem Karrierestand einige neue Mitarbeiter gefunden zu haben.

Rolf Baumgarten

Leiter Geschäftsbereich PC Software CA Computer Associates GmbH Weiterstadt

Hauptsächlich kamen Berufsanfänger und Studenten an unseren Stand, die für ihren weiteren beruflichen Werdegang Auskünfte wollten. Bei den Berufserfahrenen handelte es sich weniger um DV-Profis, sondern um Leute aus völlig anderen Bereichen. Sie waren vor allem an den Abteilungen Vertrieb, Entwicklung und Beratung interessiert. Besonders häufig wurden wir von Studenten damit konfrontiert, welche Ausbildung beziehungsweise welche Zeugnisse denn von den Unternehmen erwartet werden, um überhaupt für einen Job in Frage zu kommen. Bei den Jobeinsteigern ist eine gewisse Unsicherheit zu konstatieren, weil die Firmen in ihren Zeitungsannoncen extrem hohe Anforderungen stellen. Vielen Berufsanfängern fehlt somit der Mut, sich überhaupt zu bewerben. Allgemein herrscht die Sorge vor, daß ohne abgeschlossenes Studium wenig Chancen bestehen. Positiv überraschte, wie oft die jungen Leute sich über die Möglichkeiten eines Studiums oder Arbeitsplatzes im Ausland informierten. Mit der Mobilität haben die meisten wohl kein Problem.

Roman Ziegler

Personalreferent zuständig für die Bereiche DV und Finanzen Audi AG Ingolstadt

Unseren Eindruck vom Karrierestand kann man insgesamt als positiv bezeichnen. Die Jobsuchenden nahmen offensichtlich gerne die Gelegenheit wahr, sich über ihre beruflichen Chancen zu informieren. Die Fragen, die vor allem von Studenten an uns gestellt wurden, bezogen sich auf Ferienjobs, Trainee-Programme Praktika oder Möglichkeiten für Diplomarbeiten. Wir halten diese Gespräche für eine gute Gelegenheit, sich gegenseitig kennenzulernen. Neben den Jobeinsteigern kamen auch DV Profis, die sich über die Einsatzmöglichkeiten in unserem Hause informierten. Der Schwerpunkt lag indes bei den Hochschulabgängern, aber das halte ich auch für die beabsichtigte Zielsetzung. Überraschend für mich war, daß nicht nur Interessenten aus dem Bereich Informatik zu uns kamen, sondern auch Maschinenbau- oder Fertigungsingenieure, die sich im Aufbaustudium mit DV beschäftigt hatten.

Bernhard Hald

Personalabteilung Ursula Sonnenwald Ausbildungs-Koordinatorin Digital Equipment International GmbH Kaufbeuren

Wir waren von der großen Anzahl der Interessenten überrascht. Es gab kaum eine Verschnaufpause für uns. Etwas enttäuscht waren wir dagegen von dem doch eher niedrigen Ausbildungsniveau. Von den rund 100 Besuchern am Tag entpuppten sich 90 Prozent als Hochschulabgänger oder Studenten. Insgesamt haben wir in den ersten Tagen fünf DV-Profis getroffen, die genau jene Erfahrungen mitbrachten, die für unser Haus wichtig sind. Mit ihnen erhoffen wir uns nach der Messe noch weitere Gespräche. Wichtig war auch, daß wir hier auf dem Karrierestand die Möglichkeit hatten, unser Technologiezentrum in Kaufbeuren vorzustellen. Wir glauben, daß es uns gelungen ist, eine Reihe von Jobeinsteigern dafür zu gewinnen. Viele junge Leute interessierten sich auch für die Möglichkeiten, die DEC im Ausland bietet. Die Standortwahl scheint also zumindest bei den Jobeinsteigern keine Rolle zu spielen.