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22.12.2008

Jobs: Osteuropa verliert an Reiz

Karriere in der IT ist ihr Leib- und Magenthema - und das seit 18 Jahren. Langweilig? Nein, sie endeckt immer wieder neue Facetten in der IT-Arbeitswelt und in ihrem eigenen Job. Sie recherchiert, schreibt, redigiert, moderiert, plant und organisert.

Zwar lockt Osteuropa deutsche Unternehmen immer noch mit guten Mitarbeitern und relativ niedrigen Löhnen, doch der Trend schwächt sich ab. Laut Verein Deutscher Ingenieure (VDI) und dem Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) gehen hierzulande jährlich etwa 74 000 Jobs verloren, da ganze Betriebe oder Unternehmensteile des verarbeitenden Gewerbes abwandern. Seit vier Jahren sinkt diese Zahl aber. Ein Grund dafür sind die schwindenden Personalkostenvorteile. Zudem würden bei der Planung der Umsiedelung versteckte Kosten häufig nicht einkalkuliert. Besonders Osteuropa verliere als Standort an Reiz. Der VDI führt das auf den rasanten wirtschaftlichen Aufholprozess der osteuropäischen Länder zurück, die sich dem westeuropäischen Lohnniveau zunehmend annähern.

Firmen bevorzugen China

Ein Viertel der zwischen 2004 und 2006 abgewanderten Betriebe bevorzugte bereits China als Zielland. Während sich eine Abwanderung in asiatische Boom-Regionen noch eher lohne als eine Übersiedelung nach Osteuropa, verlagern jährlich rund 500 Betriebe ihre Produktion wieder zurück nach Deutschland. "In China steht bei deutschen Unternehmen das lockende Marktpotenzial im Fokus, während die Osteuropa-Staaten eher als verlängerte Werkbank betrachtet werden", so Steffen Kinkel vom Fraunhofer ISI. Die Flucht vor hohen Kosten nach Osteuropa erweise sich häufig als Milchmädchenrechnung "mit fatalen Folgen". (am)