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17.07.1998 - 

Macworld Expo: All-in-one-Rechner im Rampenlicht

Jobs stilisiert den I-Mac zum Apple-Retter

Obwohl es auf der Leistungsschau der Apple-Gemeinde eine Vielzahl von Hardware- und Softwareprodukten zu sehen gab, stand dieses Mal ein einziges Gerät im Zentrum des Interesses: der im Mai angekündigte All-in-one-Rechner "I-Mac". Nach jahrelangen Verlusten und anhaltenden Umsatzrückgängen gilt der kompakte Desktop-Computer (siehe CW 20/98, Seite 14) als neuer Hoffnungsträger der Apfel-Company.

Jobs nutzte in seiner zweistündigen Eröffnungsrede die Gelegenheit, dem angeschlagenen Unternehmen eine strahlende Zukunft vorherzusagen. Für einen Wachstumsschub werde zunächst der Wiedereintritt in den Consumer-Markt mit den I-Mac-Systemen sorgen, so der Manager. Die Rechner, die weltweit im August 1998 ausgeliefert würden, seien hinsichtlich der Ausstattung noch einmal verbessert worden. Als Reaktion auf Kundenwünsche baue Apple nun statt eines 33-Kbit/s- ein 56-Kbit/s-Modem ein. Zehn Millionen Macintosh-Besitzer aus dem privaten Segment arbeiteten derzeit mit zwei bis fünf Jahre alten Systemen. Diese Benutzer bildeten die erste große Zielgruppe für die neuen Rechner, so Jobs. Der I-Mac soll in den USA für 1299 Dollar angeboten werden. In Deutschland dürfte der Preis bei etwa 3000 Mark liegen.

Bereits im vergangenen Jahr habe man die Voraussetzungen für ein Wiedererstarken Apples geschaffen, argumentierte Jobs.

Die umfangreichen Restrukturierungsmaßnahmen hätten Früchte getragen. So sei es mit einem neuen Management-Team und Kostensenkungsprogrammen gelungen, wieder in die Gewinnzone zu kommen. Mit der zum 30. Juni beendeten Rechnungsperiode werde Apple das dritte profitable Ergebnis in Folge verbuchen.

Auch eine Verschlankung der Hardware-Produktstrategie habe zu dieser Entwicklung beigetragen. Ob die Schritte ausreichen, den seit 1994 von 8,3 Prozent auf vier Prozent gesunkenen welt- weiten Marktanteil im PC-Segment wieder deutlich anzuheben, ist allerdings längst nicht ausgemacht.

Wichtiger als die Hardware schätzen Branchenbeobachter die für die Macintosh-Plattform zur Verfügung stehenden Anwendungen ein. Auch hier konnte Jobs Positives vermelden. Seit der Ankündigung der I-Mac-Systeme vor gut zwei Monaten seien 177 Applikationen für das System angekündigt worden.

Zur wachsenden Akzeptanz der Apple-Systeme von seiten der Software-Entwickler habe nicht zuletzt die Kooperation mit Microsoft beigetragen, berichtete Jobs. Die Gates-Company hatte im August 1997 für 150 Millionen Dollar nicht stimmberechtigte Aktien von Apple gekauft. Die Kalifornier liefern im Rahmen der Partnerschaft den Microsoft-Explorer als Standard-Browser mit ihren Rechnern.

Einen weiteren Meilenstein möchte Apple mit der Freigabe des Betriebssystems "Mac OS 8.5" (Codename "Allegro") setzen, die für das Ende des dritten Quartals 1998 vorgesehen ist.

Die Software bietet den Herstellerangaben zufolge unter anderem eine neue Suchfunktion mit der Bezeichnung "Sherlock". Damit sollen Benutzer in die Lage versetzt werden, über eine natürlichsprachige Abfrage nach Dateien auf der lokalen Festplatte oder im Internet zu suchen. Allegro soll zudem Funktionen für einen beschleunigten Dateitransfer zwischen Macintosh-Rechnern bereitstellen.