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13.10.2000 - 

Von der Jobbörse zum Karriereportal

Jobware relauncht seinen Online-Stellenmarkt

Neue Funktionen, neues Design. Der Internet-Stellenmarkt Jobware hat nicht nur äußerlich Hausputz gemacht. Denn hinter dem Relaunch steckt auch ein anderes Konzept. Von Gabriele Müller*

"Wir werden eine Explosion des Content verursachen." Randolph Vollmer, Geschäftsführer der Paderborner Jobware Online Service GmbH, liebt starke Worte. Dahinter steckt die neue Ausrichtung einer der größten deutschen Jobbörsen im Web. Genau das wollen die Ostwestfalen nicht mehr sein - eine reine Jobbörse. Weg vom bloßen Stellenmarkt, hin zum Portal, lautet daher ihre Devise. Erfahrungen hätten bereits gezeigt, dass auch in den USA nur die Stellenbörsen mit Portalcharakter überleben könnten, so Vollmer. "Mit zuverlässig recherchierten, tief gehenden Informationen und interessanten Dienstleistungen wollen wir auf Dauer die User-Akzeptanz und -Bindung sicherstellen, die über die reine Stellensuche hinausgeht", kündigt er deshalb an.

Absolventen interessieren sich für IT-ArbeitsmarktInformationen für alle, die Interesse am Arbeits- und Ausbildungsmarkt haben, will das neue Portal liefern und setzt auf breiten Nutzwert. Ob Steuern oder Krankenversicherung, Unternehmerportraits oder ein Firmenlexikon, ob Bewerbungsstrategien oder Selbst-Management, kein Thema bleibt ausgespart. Dafür sorgt in Paderborn eine eifrig recherchierende und schreibende Mitarbeitertruppe, die stets Aktualität garantieren soll. Außerdem hat das Unternehmen für das Thema Zeit- und Selbst-Management mit Lothar Seiwert einen der bekanntesten Köpfe der Szene als Autor gewonnen.

Das Kernstück des neuen Service bildet die regelmäßige Veröffentlichung von Informationen zum "Arbeits- und Studienstandort Deutschland". Grundlage dafür liefern von Jobware erarbeitete Studien mit Material aus Emnid-Umfragen, Hochschulstatistiken und Daten der Statistischen Landesämter.

Ein Beispiel für solchen Content ist die von Jobware und Access, der Gesellschaft für Personal- und Hochschul-Marketing, ausgeführte Umfrage unter 5700 deutschen Studenten nach beruflichen Zielen und Erwartungen. Das Ergebnis ist als Studie "CD-Plenum - Akademischer Führungsnachwuchs in der Bundesrepublik Deutschland 2000/2001" im Web nachzulesen. Interessantes Teilergebnis: Fast 75 Prozent aller Informatikstudenten wollen nach der Hochschule in die IT-Branche einsteigen. Immerhin jeder dritte Hochschüler anderer Fachrichtungen interessiert sich auch für diesen boomenden Sektor.

"Mit solchen und anderen Zahlen und Daten unterstützen wir das Personal-Recruiting unserer Kunden", wirbt Ex-Unternehmensberater Vollmer. Die müssen dafür nicht mehr berappen als bisher. Abgerechnet werden die Inserate der Unternehmen, die auf diesem Wege Personal suchen, mit gestaffelten Preisen. Für den Jobsucher bleibt der Service weiter kostenfrei.

Das verursacht bei Jobware nicht nur eine Explosion von Content, sondern trägt auch erheblich zu den Investitionen ins Marketing bei.

Aber der Jobware-Chef bleibt gelassen: "Das Jahr 2000 war bisher so stark, dass alle unsere Vorjahresverluste zusammen nur zirka 40 Prozent unseres diesjährigen Umsatzes ausmachen würden."

*Gabriele Müller ist freie Journalistin in Wuppertal.