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12.11.1993

Joint-venture fuer Daten- und Sprache? Spekulationen um grossen Deal der Telekom mit Rivalen AT&T

BONN/PARIS (CW) - An den Geruechten um eine gemeinsame TK-Company der Telekom, France Telecom und AT&T scheint etwas Wahres zu sein. Indiz dafuer duerfte das einheitliche "Kein Kommentar" seitens der beiden europaeischen Carrier sein.

Die Spekulationen ueber die beabsichtigte Gruendung eines gemeinsamen Unternehmens, das die TK-Dienste der drei Konzerne in Europa sowie im Transatlantik-Geschaeft vermarkten soll, haben Nahrung durch Berichte der "Financial Times", "Business Week" und "Communications Week International" bekommen. Angaben dieser Publikationen zufolge stehen die drei Netzbetreiber in Verhandlungen, ihre TK-Dienste mit Ausnahme der Sprachkommunikation in den Heimmaerkten in ein Joint-venture einzubringen. Neben Value Added Services soll das Angebot in der endgueltigen Ausbaustufe auch Daten- und Sprachkommunikation sowie das Mietleitungsgeschaeft beinhalten.

Auf Anfrage der COMPUTERWOCHE wollte Telekom-Sprecher Klaus Czerwinski keine direkte Stellungnahme abgeben, betonte aber die traditionell sehr enge Zusammenarbeit der Bonner mit France Telecom. Beide Unternehmen besitzen im TK-Bereich die gemeinsamen Toechter Eucom und Eunetcom und sind darueber hinaus an Infonet Services beteiligt. "Wir reden laufend darueber, wie diese Zusammenarbeit intensiviert und weiter gestaltet werden kann", gab sich Czerwinski bedeckt, der moegliche Verhandlungen aber auch nicht dementieren wollte. Noch zurueckhaltender fiel die Reaktion der Zentrale von France Telecom in Paris aus, die eine Kommentierung der Geruechte strikt ablehnte. Vermutlich wollen die beteiligten Unternehmen auch deshalb keine Informationen nach aussen dringen lassen, weil aehnliche Kooperationsplaene mit British Telecom vor gut einem Jahr gescheitert sind und AT&T und die Telekom bisher als Erzrivalen galten. Sollte der Deal dennoch zustande kommen, wuerde diese Konstellation den Zusammenschluss von British Telecom und MCI Mitte dieses Jahres vom Umsatzvolumen her weit in den Schatten stellen.