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29.09.1995

Joint-venture kuemmert sich um die Freihandelszone Bull forciert Systemgeschaeft im Bankenmarkt des Mercosur

Von CW-Korrespondent Lorenz Winter

Die neue Freihandelszone Mercosur zwischen Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay sowie dem Beitrittskandidaten Chile will der Pariser Computerfabrikant Groupe Bull zum Ausbau seiner Aktivitaeten in Suedamerika nutzen. In dieser Region setzte Bull bisher mit etwa 630 Millionen Franc erst 2,2 Prozent vom Gesamtumsatz um.

Der brasilianische Softwaremarkt boomt. An der alljaehrlichen Fachmesse Fenasoft in Sao Paulo nahmen in diesem Sommer 1600 Aussteller teil; an nur vier Messetagen erschienen 800000 Besucher. Brasilianische Banken wie Itau und Unibanco gehoeren zudem seit Jahren zu den Vorreitern einer Liberalisierung des DV- Markts.

Auf diese Klientel will die Groupe Bull nun verstaerkt ihr Suedamerika-Geschaeft stuetzen. Zu diesem Zweck gruendeten die Franzosen mit ihrem langjaehrigen Partner Algar die gemeinsame Holding Algar Bull Computer and Communication (ABC&C). Algar, ein bedeutendes privates Industrie- und Handelsunternehmen in Brasilien, haelt an der Holding im eigenen Land 60, Bull besitzt 40 Prozent; fuer die uebrigen Mercosur-Laender vereinbarten die Partner den umgekehrten Anteil.

Das IT-Joint-venture wird 640 Mitarbeiter beschaeftigen und fuer schaetzungsweise 180 Millionen Dollar Hard- und Software verkaufen. Ueber Systemintegration peilt ABC&C einen Umsatz in Hoehe von 25 Millionen Dollar an. Obwohl die Gruppe Algar/ Bull unter den 50 groessten Firmen der Branche nur auf einen Mittelplatz kommt (die Siemens-Tochter Equitel erscheint dort als Nummer fuenf), ernannte sie das Wirtschaftsmagazin "Exame" im Vorjahr zum "bestgemanagten IT-Unternehmen" Brasiliens.