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23.12.1994

Joint-venture unter anderem mit der Merck GmbH Philips will mit Partnerschaften am Boom bei den LCDs teilhaben

MUENCHEN (CW) - Fluessigkristallanzeigen besitzen eine grosse Zukunft. Nicht umsonst traten allein dieses Jahr einige Schwergewichte der DV-Szene in diesen Markt ein. Nun will sich auch die Philips Electronics N.V. aus Eindhoven einen Anteil an diesem boomenden Industriesegment sichern. Bereits 1991 gruendete sie hierzu das Joint-venture Flat Panel Display Co. (FPD) B.V. mit zwei Anteilseignern, den franzoesischen Unternehmen Sagem und Thomson. Im Sommer 1994 trat nun auch die Merck GmbH aus Darmstadt diesem Kreis bei.

Wie die "Sueddeutsche Zeitung" schreibt, beteiligten sich die franzoesischen Firmen sowie Merck jeweils zu zehn Prozent an dem Gemeinschaftsunternehmen. Die mit 70 Prozent bei weitem groesste Beteiligung haelt Philips.

Mehr als 90 Prozent der weltweit hergestellten Liquid Crystal Displays (LCDs) stammen aus Japan. Vor allem die hochleistungsfaehigen LCDs, die nach der Aktiv-Matrix-Technologie arbeiten, werden fast ausschliesslich im Land der aufgehenden Sonne entwickelt und produziert. Sharp, Epson, NEC, Toshiba und Sanyo sind mit im Geschaeft, geht es um die Monitore vor allem tragbarer Rechner .

Auch Matsushita, Samsung und Hitachi wollen seit diesem Jahr von dem Wachstum profitieren, das fuer den LCD-Markt prognostiziert wird. Lediglich Samsung stammt nicht aus Japan, sondern aus Suedkorea.

Der LCD-Markt werde, so Analysten, bis zum Jahr 2000 von heute 19 Milliarden auf 36 Milliarden Dollar expandieren. Der Anteil der auf der Aktiv-Matrix-Technologie beruhenden Displays am gesamten LCD-Markt wird sich nach den Worten von FPD-Praesident Chris Stuve von zwoelf Prozent 1993 auf 24 Prozent im Jahr 2000 verdoppeln. Grund hierfuer sei auch eine erheblich verstaerkte Nachfrage nach tragbaren PC-Systemen. Daneben seien, so Stuve, Wachstumsfelder auch in der Automobilindustrie, bei Camcordern, Multimedia- Anwendungen sowie bei Kleinfernsehgeraeten zu sehen. Auch deshalb will das Joint-venture die Produktionskapazitaet des Werks in Eindhoven von momentan 40 000 Displays im Monat auf 75 000 Stueck erhoehen. Dies soll schon in einigen Monaten geschehen. Ferner ist der Bau einer weiteren Fertigungsstaette geplant.