Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

17.08.2001 - 

IBM gibt Version 1.0 frei

Journaled File System für Linux

MÜNCHEN (pi) - IBM hat eines seiner wichtigsten Open-Source-Projekte abgeschlossen: Version 1.0 des "Journaled File System (JFS) for Linux" ist erschienen.

Der Mangel an ausgereiften Journaled-File-Systemen galt jahrelang als eines der wichtigsten Hindernisse für die stärkere Nutzung von Linux für geschäftskritische Anwendungen in großen DV-Umgebungen. Solche Software macht es im Fall eines Server-Crashs möglich, das File-System in wenigen Minuten auf seinem letzten Stand wiederherzustellen und Sicherheit über vollzogene und abgebrochene Transaktionen zu erhalten.

Linux enthält ein entsprechendes File-System namens "ext3", das aber nicht allen Ansprüchen genügt. Als etwas besser gilt das "Reiser-FS", das seit kurzem seinen offiziellen Segen für den Linux-Kernel 2.4 hat. Im Mai dieses Jahres hat SGI die Lösung "XFS" für Linux freigegeben. Jetzt präsentiert IBM das JFS for Linux unter der freiesten aller Open-Source-Lizenzen, der Gnu Public Licence (GPL). Diese File-Systeme können auch parallel nebeneinander betrieben werden, um gegebenenfalls Schwächen der verschiedenen Lösungen auszugleichen. IBMs Linux-JFS beruht in weiten Teilen auf Code, den IBM einst für ein File-System für OS/2 geschrieben hat. Das 64-Bit-Dateisystem lässt sich in die Linux-Kernel 2.2.14 und jünger sowie 2.4 integrieren.

Ende der 90er Jahre hatten IBM-Entwickler erste Schritte zu einer Portierung auf Linux unternommen. Im Januar 2001 hatte IBM den Sourcecode der nur in Grundzügen vorhandenen Lösung öffentlich zur Verfügung gestellt und die Linux-Community zu Kritik und Mitarbeit aufgerufen. Es folgten rund 30 Entwicklungsversionen. Die erste anwendbare Version 1.0 lässt sich unter http://oss.software.ibm.com/jfs herunterladen.