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01.10.2004 - 

Web-basierende Berichtslösung

Jreport wertet operative Daten aus

MÜNCHEN (as) - Der Hersteller Jinfonet hat seine Produktsuite "Jreport" für den Aufbau Web-basierender Berichtslösungen auf den Versionsstand 7.0 gebracht. Sie bietet nun mehr Funktionen für Ad-hoc-Analysen in den Unternehmensdaten.

Das Angebot von Jinfonet umfasst die grafische Entwicklungsumgebung "Jreport Designer", den "Jreport Enterprise Server" für das Management und die Generierung der Berichte sowie das Analysemodul "Jreport Analysis". Zwar lassen sich mit Jreport auch Einzelplatzlösungen (Fat und Thin Clients) erstellen und die mit Hilfe des Designer-Tools erzeugten Berichte als Javabean in eine Java-Anwendung einbinden. Das typische Einsatzgebiet liegt jedoch im Server-gestützten Massenberichtswesen auf meist voraggregierten operativen Daten. Hierzu muss zusätzlich der Enterprise Server erworben werden, der sich laut Hersteller als Java Servlet, Java Server Page (JSP) oder Enterprise Javabean (EJB) auf gängigen Web-Servern wie "IBM Websphere" installieren lässt.

Bei den Output-Formaten können Anwender zwischen PDF, HTML, DHTML, XML, E-Mail, CSV, RTF, Postscript, Applet oder Excel-Tabellen wählen. Mit Version 7.0 lassen sich zudem die Report-Designs als intern nutzbares XML-Dokument abspeichern. Weitere Aufgaben des Servers betreffen das Scheduling, Caching, die Versionskontrolle und die Ressourcen- und Benutzerverwaltung (LDAP-Unterstützung). Die optimale Leistung zeigt Jreport in der Praxis bei der Verarbeitung von 10000 bis 20 000 Datensätzen. Als Betriebssysteme stehen Unix, Linux, Windows oder auch MVS zur Wahl.

Als Quellsysteme dienen in der Praxis bisher in erster Linie gängige relationale Datenbanken (vor allem Oracle), auf die der Server über Standardschnittstellen wie ODBC und JDBC direkt zugreift. Der Umweg über ein Data Warehouse ist laut Jinfonet nicht nötig. Eine Zertifizierung für den Zugriff auf SAP-Daten existiert bisher nicht. Es lassen sich aber weitere Datenquellen, einschließlich multidimensionaler Datenbanken, über benutzerdefinierte Schnittstellen einbinden, ebenso wie EJBs, Excel-Spreadsheets oder XML-Dokumente als Input dienen können. Mit Version 7.0 ist es außerdem möglich, Berichte, die mit dem Konkurrenzprodukt "Crystal Reports" erstellt wurden, zu importieren und als Jreport-Bericht weiterzuverwenden. Client-seitig ist der Berichts-Server über einen Browser, sein API, JSPs, HTTP oder die mitgelieferte Java-Komponente "Enterprise Viewer" erreichbar.

Zudem können Informationen mit der in Version 7.0 verbesserten Komponente Jreport Analysis dynamisch über den Browser abgefragt werden. Die Daten liegen dabei als mehrdimensionale Datenwürfel im Hauptspeicher vor. Typische Analyseverfahren wie "Slice and Dice", "Pivoting", "Drill up" oder "Drill down" werden unterstützt. Jreport konkurriert funktional jedoch nicht mit Business-Intelligence-Suiten von Anbietern wie Cognos, erklärten Clemens Dannheim und Nikolaus Letsch, Geschäftsführer der in München und Eschborn ansässigen Objective Software. Diese übernimmt im deutschsprachigen Raum exklusiv den Vertrieb und Support für Jinfonet und kann 52 überwiegend große Kunden vorzeigen, die Jreport als Lösung für operatives Reporting und Erweiterung vorhandener Geschäftsanwendungen einsetzen. Zu den Anwendern gehören Siemens, die Schweizer Rückversicherung und die Commerzbank.

Laut Manager Letsch sind in der Praxis vor allem Individuallösungen sowie die Berichtssoftware Crystal Reports die größten Konkurrenten. Gegen sie wirbt Objective mit dem Argument, dass Jreport Unternehmensanwendungen ohne Programmieraufwand erweitern kann, die neueste Technik nutzt und sich leichter bedienen lässt, etwa wenn es um die automatische Attributvergabe von Datenbankinhalten geht. Der Designer kostet etwa 2000 Euro. Der Server ist ab 4000 Euro zu haben, wobei sich der Preis nach CPUs und Zahl der parallelen Threads berechnet. Ein Komplettangebot samt Hardware und zehn kundenspezifischen Reports kostet 10000 Euro.