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09.04.1999 - 

Web-Nachrichtendienste mit Rekordbesuchen

Jugoslawische Hacker attackieren Nato-Web-Site

MÜNCHEN (WC) - Der Kosovo-Krieg spielt sich nicht nur in der Luft, sondern auch im weltweiten Netz ab. Jugoslawische Hacker überfluteten vergangene Woche die Web-Site der Nato mit Viren und versuchten, das System mit Tausenden von E-Mails lahmzulegen.

Ein Sprecher der Nato erklärte, vor allem die Attacken eines einzelnen Hackers aus Belgrad hätten dem Internet-Auftritt der Militärorganisation arg zugesetzt. Der Computerkenner verstopfe mit rund 2000 E-Mails pro Tag das System. Ferner träfen jede Menge Makroviren aus Belgrad ein. Militärische Computer und Anlagen seien von den Attacken der Hacker aber nicht betroffen.

Meldungen, denen zufolge auch das Weiße Haus in Washington in den vergangenen Wochen mehrfach das Ziel von Hackern aus Belgrad und Rußland gewesen sein soll, wurden aus den USA bisher nicht bestätigt. Störungen beim Internet-Auftritt erklärten die US-Verantwortlichen mit Hardwareproblemen.

Immer deutlicher zeigt sich in diesen Tagen, welch bedeutende Rolle das Internet als aktuelles Informationsmedium während des Kosovo-Krieges spielt. Nach der Lewinsky-Affäre sind die Vorgänge in Jugoslawien das zweite Großereignis, das binnen kurzer Zeit den Netzverkehr drastisch in die Höhe getrieben hat. CNN beispielsweise berichtet von 30 Millionen Pageviews am Mittwoch, dem 24. März - dem Tag, als der Krieg begann. Nur die Veröffentlichung des Starr-Reports brachte dem Mediengiganten noch mehr Zuspruch, nämlich 34 Millionen Pageviews.

Als Informationsmedium erweist sich das Internet auch in anderer Weise als nützlich: Der unabhängige Radiosender B92 aus Belgrad sendete im Web weiter, nachdem die jugoslawische Regierung zuvor alle neutralen Radiostationen abgeschaltet hatte (http://realguide.real. com oder www.b92.net).