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07.12.2001 - 

Router-Anbieter kämpfen um Wachstumsmarkt

Juniper schießt gegen Cisco

MÜNCHEN (CW) - Einige Monate nach Cisco hat nun auch Juniper Networks angekündigt, das neue Internet Protocol, Version 6, (IPv6) zu unterstützen. Die steigende Nachfrage nach IP-Adressen zwingt die Hersteller zum Umstieg.

Mit dem vergangene Woche vorgestellten Router-Betriebssystem "Junos 5.1" will Netzausrüster Juniper die Konkurrenz hinter sich lassen. Zwar hatte Cisco Systems schon Mitte des Jahres angekündigt, das moderne Protokoll IPv6 zu unterstützen, die aktuelle Implementierung von Juniper ist nach Firmenangaben jedoch schon "produktionsreif". Abseits der Marketing-Querelen wird dabei deutlich, dass nach einer Dekade der reinen Entwicklungstätigkeit nun der Trend zum Einsatz des IPv6 geht.

Nach Einschätzung von Experten stößt das derzeit verwendete IPv4 bereits im Jahr 2004 an seine natürlichen Grenzen, da der verfügbare Adressraum limitiert ist. Mit IPv6 fällt diese Barriere, zudem sind neue Funktionen wie die Gewährleistung einer vereinbarten Dienstequalität und die Priorisierung von Datenpaketen vorgesehen. Daher werde es mittelfristig kaum noch möglich sein, Carriern und großen Unternehmen Router zu verkaufen, die das IPv6 nicht unterstützen.

Der Bedarf an zusätzlichen Adressen resultiert vor allem aus dem starken Wachstum von 3G-Mobilfunknetzen. Da die Handys stets im Netz angemeldet sind, benötigen sie in aller Regel auch eine individuelle Adresse. Erste Probleme treten bereits in Japan auf, wo seit kurzem NTT Docomo UMTS-Dienste anbietet. Nach Angaben eines Juniper-Sprechers lassen sich reine IPv4-Router dort fast nicht mehr verkaufen.

Allerdings treten je nach Anbieter Unterschiede bei der Implementierung des IPv6 in ihren Routern auf. Zudem gibt es Bestrebungen, die vorhandenen IPv4-Netze durch "intelligentes" Routing so anzusteuern, dass deren Adressen auch mittelfristig ausreichen. (ajf)