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06.10.2000 - 

Zwei neue Router vorgestellt

Juniper will Cisco künftig auch am Rande des Internet jagen

MÜNCHEN (jha) - Juniper Networks greift den Marktführer Cisco künftig auch auf seinem ureigenen Terrain, dem Randbereich des Internet, an. Der Newcomer bringt zwei Router auf den Markt, die mit der "7500"-Serie des Marktführers konkurrieren.

Der scheinbar übermächtige Marktführer im Geschäft mit Internet-Routern ist nicht unangreifbar. Beim Verkauf von Gigabit-Routern, die vor zwei Jahren zu annährernd 100 Prozent ein Cisco-Logo trugen, hat Juniper mittlerweile laut Angaben der Dell''Oro Group einen Marktanteil von 24 Prozent eingeheimst. Verantwortlich dafür zeichnen die Hochleistungs-Router "M20", "M40" und "M160" von Juniper, die auf den Backbone-Strecken einiger Internet-Service-Provider zum Einsatz kommen.

Ermutigt durch diese Erfolge, greift das kalifornische Startup-Unternehmen den Marktführer nun auch im Access- und Edge-Bereich des Internet an, den Cisco derzeit sehr erfolgreich mit seinen Routern der 7500-Serie besetzt. Gegen diese Geräte positioniert Juniper seine neuen Internet-Router "M5" und "M10". Sie nutzen die Hard- und Software, die bereits bei den großen Geschwistern zum Einsatz kommt. Bezüglich Formfaktor, Redundanz, Energieverbrauch und Preis wurden die nun vorgestellten Produkte jedoch abgespeckt.

Den Bedürfnissen des Access-Bereichs entspricht Juniper mit der Einführung neuer T1- beziehungsweise E1-Karten für den M5 und den M10. Damit erstreckt sich das Schnittstellen-Portfolio des Herstellers auf Lösungen für Fast Ethernet, Gigabit Ethernet, E1, E3, OC-3, OC-12 und OC-48. Juniper kleinster Router, der M5, nimmt maximal vier dieser Karten auf, die jeweils vier Ports integrieren. Das Chassis des M10 bietet Platz für bis zu acht Karten.

Beide Geräte arbeiten mit dem hauseigenen Betriebssystem "Junos 4.1", das verschiedene Sicherheits-, Steuerungs- und Policy-Funktionen beherrscht und kompatibel zu Ciscos Betriebssystem IOS ist. Als Hardwarebasis dient der Internet Processor II (IPII). Mit diesem Application-Specific Integrated Circuit (Asic) setzt Juniper seine kombinierten Switching- und Routing-Funktionen um. Die Forwarding-Raten beziffert der Hersteller auf 40 Millionen Pakete pro Sekunde.

Derart ausgestaltet, sollen die beiden Router ihren Dienst im Zugangsbereich zum Internet tun. Als zweites Geschäftsfeld hat Juniper die Small Core Networks, einen neu entstehenden Markt, ausgemacht. Der Hersteller greift damit einen Trend auf, der sich derzeit in den USA abzeichnet. Dort entstehen kleine Internet-Service-Provider mit eigenen Netzen, die zum Aufbau ihrer Infrastruktur keine Hochleistungskomponenten benötigen. Hierzulande sind ähnliche Entwicklungen bei den City-Carrier denkbar. "In diesem Markt ist noch kein Hersteller gesetzt", freut sich Thomas Schmitt, Geschäftsführer der deutschen Juniper-Niederlassung in Frankfurt am Main.