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21.04.2000 - 

Vier Kunden haben den M160 bereits bestellt

Junipers Internet-Router lehrt Cisco das Fürchten

MÜNCHEN (CW) - Juniper Networks jagt den Networking-Marktführer Cisco. Das amerikanische Startup-Unternehmen hat einen neuen Internet-Backbone-Router vorgestellt, der im Vergleich zum leistungsstärksten Cisco-Produkt viermal schneller sein soll.

Juniper piekst Cisco an der empfindlichsten Stelle. Das derzeit gemessen an der Marktkapitalisierung weltweit mächtigste Unternehmen hat sich einst mit leistungsstarken Internet-Routern die Basis für seine heutige Größe geschaffen. Genau in diesem Markt trumpft aber nun einmal mehr das kleine Startup-Unternehmen Juniper auf. Mit dem "M160" verfügen die Netzwerker über den schnellsten Internet-Backbone-Router, den es derzeit gibt. Im Vollduplex-Betrieb bringt es der Bolide auf eine Durchsatzrate von 160 Gbit/s.

Verantwortlich dafür sind acht OC-192c- beziehungsweise STM-64-Schnittstellen (für Sonet respektive SDH), von denen jede einzelne gleichzeitig Datenströme mit 10 Gbit/s senden und empfangen kann. Zudem lassen sich mit dem Gerät weitere Module betreiben, wie zum Beispiel weitere Sonet- und SDH-Karten mit geringeren Geschwindigkeiten sowie ATM- und Gigabit-Ethernet-Schnittstellen. Als Betriebssystem verwendet der Hersteller die hauseigene "Junos"-Software. Neben öffentlichen Diensten wie dem Internet, Multicast und Klassifizierungsverfahren unterstützt Junos das Multiprotocol Label Switching (MPLS). Damit lassen sich Virtual Privat Networks (VPNs) einrichten und Verkehrsströme lenken.

Mit diesen Merkmalen konnte Juniper schon vier Kunden überzeugen, darunter die Schwergewichte Uunet, die Internet-Tochter des US-Carrier MCI Worldcom, und KPN Qwest. Sie zahlen pro Gerät 125000 Dollar, übliche Systemkonfigurationen sind jedoch erst ab 300000 Dollar erhältlich. Die Erfolge verschiedener Startups hat Marktführer Cisco bereits zu spüren bekommen. Laut einer Erhebung der Marktforscher von Dell''Oro erzielte Juniper 1999 beispielsweise einen Anteil bei Internet-Routern von 14,8 Prozent, während Cisco Federn lassen musste. 1998 verbuchte der Marktführer noch einen Anteil von 86,2 Prozent. Im letzten Jahr sank der Wert auf 78,7 Prozent.