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06.04.1984 - 

Das Bonsai-Format in hoher Blüte:

JVC engagiert sich im Peripherie-Markt

KRONBERG/Taunus (CW) - Als Newcomer auf dem Markt für Computer-Peripherie stellt sich die Victor Company of Japan mit einem integrierten Audio-, Video-Computer-Konzept vor. Die Produkte, die anfangs nur auf OEM-Basis (Original Equipment Manufacture) zwischengehandelt werden, sind für den Mini- und Mikrocomputermarkt konzipiert. Auffallend ist dabei die Tendenz zu kompaktem Aufbau und kleinen Ausmaßen.

Farbbildschirm-Monitore von JVC, ausgerüstet mit einem Zeilentransformator, reichen vom Terminal-Display mit marktüblicher Auflösung bis hin zum "Ultra"-Modell mit 64 kHz Horizontalfrequenz. Die Bildschirme messen 9 bis 19 Zoll und sollen CAD/CAM-Ansprüchen und grafischer Anwendungen gerecht werden. Abtastfrequenzen von 14,5 kHz bis 25,5 kHz, umschaltbar auf Zwischenstufen bis 31,5 kHz, ermöglichen eine flexible Anpassung. Eine Ablenkeinheit (Precision Convergence System) sorgt dafür, daß der Elektronenstrahl präzise auf den Bildschirm projiziert wird.

Die Datenspeichereinheiten zeigen neben Kapazität auch eine "niedliche" Höhe von 41,3 Millimetern also etwa die Hälfte der konventionellen Laufwerke. Zwei Winchester-Versionen speichern bis zu 10 MB an formatierter Information mit einer Zugriffszeit auf die eine oder zwei Festplatten von minimal 3, maximal 185 Millisekunden. Für beide Versionen gilt eine Spurdichte von 345 (tpi). Die Schnittstelle ist mit dem Industriestandard kompatibel. Neben den Festplatten präsentiert JCV zwei Mini- und zwei Mikro-Diskettenlaufwerke für 5? und 3? Zoll. Sie bewegt ein bürstenfreier Direktantrieb. Die Übertragungsrate benennt der japanische Hersteller mit 250 KB pro Sekunde. Die Minis MDP-1 und MDP-2 erreichen unformatiert Kapazitäten von einem MB und 500 KB. Dabei beträgt die Zugriffszeit drei und sechs Millisekunden. Bei den Mikros mit 3,5 Zoll lauten für das Modell MDP-20 die Merkmale double side, double record density, 80 Spuren je Seite und ein MB Speicherumfang. Bei der kleineren Version nennt der Hersteller single side, double record density, ein Volumen von 500 KB und ebenfalls 80 Spuren. Die Zugriffszeit für beide liegt bei 3 Millisekunden.

HX-R 105, ein kompatibler Datenrecorder, wartet mit der Übertragungsrate von 2400 baud auf, weiter mit einem Phasenschalter zum korrekten Laden von Software und einem Metaperm-Tonkopf. Aufnahme- und Wiedergabeeinrichtungen sind integriert.

Die breite Marktpalette von Disketten vergrößert die japanische Firma um weitere vier Versionen: ein- und doppelseitig beschichtet, ein- und zweispurig und mit 80 Spuren je Seite. Diese 5?-Zoll-Datenspeicher mit 163 840 bis 655 360 Bytes Speicherumfang entsprechen sowohl ANSI als auch der Norm von ISO (International Standards Organization). Als Komponenten bietet JVC als Herz der Zentral-Lenk-Einheiten Quarzoszillatoren mit Minimaßen an, die TTL-kompatibel sind, und vier Motormodelle mit Spindelmotoren für 3-, 3? und 5?-Zoll-Diskettenlaufwerke.

In den Zukunftsplänen des Unternehmens wird an erster Stelle weiterhin das Audio-Video-Gebiet stehen, auf dem 1983 ein Umsatz von über fünf Milliarden Mark verbucht werden konnte; für die Computer-Produkte blickt JVC 1985 optimistisch auf die 10-Prozent-Marke.